Bundesweite Danke-Demo

50 Teilnehmer beim Singen am Tag der Einheit in Bodenfelde

Nora Stein ist die Initiatorin der Bodenfelder Beteiligung an der deutschlandweiten Danke-Demo.
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Initiatorin: Nora Stein hatte die Idee zur Beteiligung an der deutschlandweiten Danke-Demo.

Am Nachmittag hatte noch die Sonne geschienen, am Abend saßen die Teilnehmer des offenen Singens zum Dank für 30 Jahre deutsche Einheit am Platz der Kreissparkasse unter Schirmen im Regen.

Bodenfelde - Bevor Nora Stein von der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde in Bodenfelde die Teilnehmer begrüßen konnte, hatte es am Eingang schon einen kleinen Stau gegeben. Schließlich gelten auch unter freiem Himmel die Abstands- und Hygieneregeln. Insgesamt waren alle Stühle und Bänke besetzt.

Stein war im Internet auf die Initiative „3. Oktober –Deutschland singt“ gestoßen, die alle Generationen und Kulturen in Deutschland zur Feier der deutschen Einheit zum offenen Singen eingeladen hatte. Stein, aufgewachsen in Gifhorn nahe der ehemaligen Zonengrenze, hatte die Liederbücher bestellt, ein Team von Sängern in der Gemeinde gesucht und Bürgermeister Mirko von Pietrowski um Unterstützung der Gemeinde gebeten. Die gab es prompt. Der Bauhof stellte 50 Stühle auf und auch das Hygienekonzept steuerte die Gemeinde bei.

„Bodenfelde macht mit, Bodenfelde singt mit“, sagte Bürgermeister Mirko von Pietrowski in seiner kurzen Ansprache. Von Pietrowski erinnerte nicht nur an den Mauerfall, sondern auch an den Mauerbau. Der habe 28 Jahre lang schmerzliche Folgen für viele Menschen gehabt. Familien und Freunde wurden auseinandergerissen, viele Menschen starben an der Mauer und der innerdeutschen Grenze.

Bis es vor mehr als 30 Jahren zu der friedlichen Revolution gekommen sei und sich die Macht der Straße ohne Gewalt durchgesetzt habe. Heute könne man nicht nur 30 Jahre Wiedervereinigung feiern, sondern auch 75 Jahre Frieden, als einzigartiges nationales Glück.

Das gemeinsame Singen sei ein wichtiges Zeichen gegen alle Kräfte, die die Gesellschaft auseinanderbringen wollten, zudem ein Zeichen gegen Angst und Gewalt, Rassismus und Antisemitismus.

Die vorgegebenen Lieder spiegelten die Inhalte der wohl meisten an diesem 3. Oktober gehaltenen Reden wieder. „Die Gedanken sind frei“, „Wind of Change“, „Nun danket alle Gott“, „Hevenu shalom alechem“ oder „Über Sieben Brücken musst du gehn“ erklangen an diesem Abend in hunderten Orten in Deutschland – und voller Inbrunst auch in Bodenfelde.  zyp

Bodenfelde singt trotz Regen: Axel Himmelmann am Keyboard gab die Melodie vor, der die über 50 Sängerinnen und Sänger aller Altersgruppen auf dem Platz der Kreissparkasse mitten im Ort folgten. Hier singen sie „Die Gedanken sind frei“.

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