Soforthilfe fürs Ahletal: Ausschuss beantragt 150.000 Euro für Hochwasserschutz

Sturzbach: So sah es am 24. Juni vorigen Jahres in Sohlingen aus. Das Dorf im Ahletal ist sehr oft von Hochwasser betroffen. Der Bauausschuss der Stadt fordert daher eine Aufstockung des Budgets für Hochwasserschutz im Ahletal auf 150.000 Euro.

Uslar. Im Bau- und Brandschutzausschuss in Uslar, der als erster über den diesjährigen Haushalt der Stadt beraten hat, gab es bereits die erste größere Planänderung: Die CDU beantragte, für den Hochwasserschutz im Ahletal dieses Jahr 50.000 Euro und nächstes Jahr 100.000 Euro bereitzustellen.

Die Christdemokraten fanden eine breite Mehrheit, bekamen aber von Bürgermeister Torsten Bauer sogleich Hausaufgaben: Für 150.000 Euro Mehrausgaben verlangte er einen Deckungsvorschlag: Das Geld müsse an anderer Stelle gespart werden.

Abgelehnt wurde dagegen der Antrag der SPD, die das Projekt neues Feuerwehrhaus Verliehausen um ein Jahr verschieben wollte. Nicht nur im Ausschuss fand sich dafür keine Mehrheit, auch in den Reihen des Publikums waren etliche Mitglieder der Verliehäuser Feuerwehr erfreut, dass wie geplant für dieses Jahr 100.000 Euro bereitgestellt werden.

Die Stilllegung droht

Der Grund für sie ist ganz einfach, wie Stadtbrandmeister Jörg Jacob während der Sitzung erläuterte: Wenn nicht endlich mit dem Neubau angefangen werde, könnte die Feuerwehr-Unfallkasse von einem zum anderen Tag das jetzige Gerätehaus stilllegen.

Die Stadtverwaltung und die Feuerwehr haben sich für den Neubau entschieden, weil sich kein Gebäude im Ort fand, in dem die Feuerwehr untergebracht werden könnte, ohne dass die Unfallkasse Bedenken hat. Die Konsequenz ist ein Neubau, für den nun zuerst das Grundstück besorgt werden soll.

Der Stadtbrandmeister erinnerte, dass sich die Feuerwehr schon seit über zehn Jahren um eine neue Bleibe bemühe und viel unternommen habe. Doch zum Umbau finde sich im Ort kein geeignetes Objekt. Zum Ende der Sitzung warb auch Verliehausens Ortsbürgermeister Friedbert Leßner für einen schnellen Neubau. Das alte Gerätehaus sei untragbar: Bevor die Feuerwehr ausrücke, um anderen zu helfen, gefährde sie sich zuerst selbst.

SPD will Bau nicht verhindern

Die SPD machte durch ihren Sprecher Artur Görder mehrfach deutlich, den Feuerwehr-Neubau nicht verhindern zu wollen, aber wegen der enormen Kosten der neuen Kindertagessstätte in Uslar zu verschieben.

Feuerwehrtechnisch sind außerdem jede Menge Investitionen in neue Tore in Volpriehausen und Schönhagen und 167.000 Euro für ein neues Feuerwehrfahrzeug in Volpriehausen vorgesehen.

Zum Hochwasserschutz im Ahletal rechtfertigten Uslars Bürgermeister Torsten Bauer, Kämmerer Sven Borchert und der Bau-Bereichsleiter Volker Mäder die von ihnen ursprünglich vorgeschlagenen 10.000 Euro. Große Lösungen seien dort nicht gewollt. Und das Geld reiche, um den Rahmenplan für kleine Lösungen vor Ort fertigzustellen.

Bernd Reinke von der CDU sah das anders: Geredet werde seit Jahren, passiert sei gar nichts. Deshalb: 50.000 Euro dieses und 100.000 Euro nächstes Jahr. Dafür fand er sechs Ja-Stimmen, bei zwei Enthaltungen. (fsd)

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