Müll und Dreck: Sohlinger Ortsrat lässt Jugendraum schließen

Ortstermin im Jugendraum: Mitglieder des Ortsrates nahmen den seit Wochen geschlossenen Jugendraum in Augenschein. Verärgert über den Zustand waren neben Wilhelm Wedekind (von links) auch Bernd Reinke und Ortsbürgermeister Hartmut Filmer. Foto: Dumnitz

Sohlingen. Der Jugendraum im Dachgeschoss des Funktionsgebäudes an der Dorfgemeinschaftsanlage in Sohlingen erhitzt erneut die Gemüter. Wie bei einem Besichtigungstermin mit Ortsratsmitgliedern deutlich wurde, haben Jugendliche dort offensichtlich gehaust.

Der Raum war ziemlich vermüllt, der Fußboden dreckig und die Heizung lief auf höchster Stufe, als Ortsbürgermeister Hartmut Filmer sich die Örtlichkeiten jüngst zusammen mit seinen Ortsratskollegen Bernd Reinke und Wilhelm Wedekind sowie Heinz Skrotzi, der beim Innenausbau des Raumes mit beteiligt war, angesehen hat. Dabei wurden sogar mehrere Löcher in den mit Gipskarton ausgestatteten Wänden festgestellt. Ob die Isolierung dahinter ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen wurde, steht noch nicht fest.

Ärger gibt es zusätzlich, weil das eigentlich für den Jugendraum zuständige Ortsratsmitglied Michael Krause sich nach Ansicht einiger Ortsratskollegen seit Jahren nicht genügend kümmere. Er habe wiederholt nicht an einer öffentlichen Sitzung des Ortsrates teilgenommen, als der Jugendraum Thema war, und habe auch beim jüngsten Ortstermin gefehlt, wurde kritisiert.

Selbst Ortsbürgermeister Filmer konnte auf Nachfrage von Wedekind spontan nicht sagen, welche Jugendlichen die Räumlichkeiten zuletzt wie genutzt haben. Zudem scheint unklar, wer alles einen Schlüssel für den Jugendraum hat.

Treffen noch diesen Monat

Filmer geht davon aus, dass etwa sechs Sohlinger Jugendliche den Raum nutzen, dazu kamen in der jüngsten Vergangenheit wohl auch etliche Jugendliche aus anderen Orten, hieß es beim Ortstermin.

Beim Ortstermin wurde vereinbart, dass Michael Krause, der laut Filmer derzeit erkrankt sei, eine Zusammenkunft mit den Jugendlichen und ihren Eltern terminieren soll. Sobald ein Termin feststeht – Hartmut Filmer rechnet damit, dass es noch diesen Monat zu einem Treffen kommt – solle über den Zustand des Jugendraumes und die Behebung der Schäden gesprochen werden.

Der Ortsbürgermeister geht davon aus, dass die Jugendlichen die Schäden zusammen mit ihren Eltern reparieren. Man kenne zwar nicht die direkten Verursacher der Löcher in den Wänden, aber welcher Personenkreis bei den vergangenen Treffen bis zur Schließung zu den Nutzern der Räume gehörte, sei weitgehend geklärt, sagte Filmer.

Demnach gebe es auch Interesse von Jugendlichen aus dem Ahle-Dorf, den Raum schon bald wieder für Treffen zu nutzen. Filmer machte jedoch deutlich, dass das aber nur funktioniere, wenn sich alle Nutzer an die vereinbarten Spielregeln hielten und die Anlage nicht mutwillig oder aus Übermut sinnlos zerstörten. (jde)

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