Gemeinschaftsanlage beschäftigt Mitglieder des Ortsrates

Sorge um das DGH

Notizen im feuchten Keller: Den Ortstermin protokollierte Verwaltungs-Mitarbeiterin Ramona Kolbe im Beisein von Bürgermeister Hartmut Koch, Christian Ilsemann, Andreas Schmidt und Ortsbürgermeister Jürgen Börke (von links). Foto: Dumnitz

Wahmbeck. Ansehnlich ist das alte Schulhaus in Wahmbeck, das seit Jahren als Dorfgemeinschaftshaus genutzt wird, von Innen nicht wirklich. Der Ortsrat beklagt zudem mehrere Schäden an dem Gebäude, das der Gemeinde Bodenfelde gehört. Bei einem Ortstermin mit dem parteilosen Bürgermeister Hartmut Koch zeigte Ortsbürgermeister Jürgen Börke ihm und seinen Ortsratskollegen, was alles im Argen liegt.

Im großen Gruppenraum, den unter anderem der TSV für seine Tischtennisspieler nutzt, weist der Fußboden kaputte Stellen und Risse auf, an der Decke sind die Tapeten nach einem Wasserschaden nicht nur bräunlich verfärbt, sondern auch noch mit Tesafilm und Heftzwecken notdürftig befestigt. Die Vorhänge sind ausgebleicht und teilweise beschädigt. Hinter den schweren Heizkörpern ist augenscheinlich seit vielen Monaten nicht mehr sauber gemacht worden.

In den Kellerraum, der vor über zwei Jahren einmal in Eigenleistung zum Jugendraum hergerichtet werden sollte, traute sich bei der jüngsten Zusammenkunft niemand rein. Der Raum sei völlig feucht und weise zudem an den Außenwänden starken Schimmelbefall auf, hieß es aus der Ortsrats-Runde.

Drittel Inventar fehlt

Ortsbürgermeister Börke hatte vorab auch das Inventar gezählt: In der stark muffelig riechenden Küche ist seiner Ansicht nach nicht mehr viel im Schrank für die Vermietung der Gemeinschaftsanlage vorhanden. Ein Drittel der einstigen Ausstattung fehlt seiner Einschätzung nach.

Regenwasser vom Dach laufe seit Wochen in den angrenzenden Garten, sagte der Ortsbürgermeister, weil ein Rohr offensichtlich defekt sei. Auch im Keller des Gebäudes gebe es an mehreren Stellen einen Wassereinbruch. Über die Gründe gab es beim Ortstermin lediglich Vermutungen.

Die Wände im Vorraum zu den Gemeinschaftsräumen müssten laut Börke ausgebessert werden und einen neuen Farbanstrich erhalten.

Eine genaue Bestandsaufnahme aller Schäden mit einer Einschätzung der Kosten gibt es laut Ortsbürgermeister Börke nicht. Er wollte mit dem Ortstermin seine Ortsratskollegen und den Bodenfelder Verwaltungs-Chef lediglich auf die Mängel aufmerksam machen, sagte er. „Allen müsste klar sein, dass wir da was machen müssen, wenn wir das Dorfgemeinschaftshaus erhalten wollen“, so Börke.

Beraten wurde das Thema in der anschließenden öffentlichen Ortsratssitzung noch nicht. Das soll aber demnächst passieren, hieß es. (jdx)

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