Sorge wegen Rost an Masten der Wahmbecker Fähranlage

Touristisch wichtig für den Bereich Oberweser: Beliebt ist die Wahmbecker Gierseilfähre vor allem bei den Gästen der Region. Nutzer sind zudem Pendler, die in der Regel von Anfang März bis Ende Oktober zwischen Wahmbeck und Gewissenruh über die Weser übersetzen können. Eine Fähre gibt es an der Stelle seit 1905. Archivfoto: Dumnitz

Wahmbeck. So anstandslos wie erhofft, verlief die technischen Überprüfung der Wahmbecker Fähranlage am Dienstagvormittag nicht. Tüv-Ingenieure waren angereist, um das tonnenschwere Stahlseil (Gierseil) zu untersuchen, an dem das Fährschiff hängt, wenn es über den Fluss übersetzt. Erneuert wurde es vor neun Jahren. Zu der Prüfung ist es aber gar nicht gekommen, weil viele Roststellen an den beiden Fährmasten schon beanstandet wurden und daraufhin das Seil nicht mehr geprüft wurde.

Schon 5000 Euro Kosten

Erst vor knapp über einer Woche hat die gemeindeeigene Fähre den Betrieb – wenn auch wegen des derzeitigen Hochwassers noch eingeschränkt – nach der Winterpause wieder aufgenommen.

Zuvor war die 35 Tonnen schwere Fähre in den Wintermonaten in Hann. Münden zur technischen Prüfung. Rund 5000 Euro wurden bereits für die wichtigsten Forderungen der Prüfer investiert, sagte Bodenfeldes Bürgermeister Mirko von Pietrowski am Dienstagnachmittag.

Er will das schriftliche Prüfzeugnis für die Fähranlage abwarten und dann entscheiden, wie es weitergehen soll. Bei der Durchsicht vor Ort waren Mitarbeiter es Bauhofes des Fleckens und Verwaltungs-Mitarbeiter Frank Mordmüller. Laut ihnen, so von Pietrowski, verheißen die Äußerungen der Prüfer vermutlich nichts Gutes.

Rost soll es danach nicht nur an den Stahlmasten geben, sondern auch an Verbindungsteilen. Der Bürgermeister wollte bereits am Dienstagabend die Lokalpolitiker im Verwaltungsausschuss über die technische Prüfung der Fähranlage informieren. Vermutlich müsse der Flecken noch einige tausend Euro für die Instandsetzung oder sogar die Erneuerung investieren.

Bestenfalls müssten die Masten wohl sandgestrahlt, statisch geprüft, repariert und dann neu konserviert werden. Von Pietrowski rechnet damit, dass das Prüfergebnis Ende dieser Woche vorliegt. (jde)

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