SPD: Haltepunkt Verliehausen aus Südniedersachsen-Programm finanzieren

Soll Haltepunkt werden: Der 1992 geschlossene Bahnhof Verliehausen. Archivfoto: Schneider

Verliehausen. Die Uslarer SPD schlägt vor, die Wiedereröffnung des Bahn-Haltepunkts Verliehausen aus dem Südniedersachsen-Programm der Landesregierung zu bezahlen.

Die Stadtratsfraktion in Uslar hat einen entsprechenden Antrag gestellt.

Die Sozialdemokraten fordern, dass „die Stadt Uslar in Zusammenarbeit mit dem Infrastrukturbetreiber Bahn Zuschüsse über das Südniedersachsenprogramm beantragen und im Projektbüro Südniedersachsen in Göttingen um Unterstützung bitten“ möge. Als Begründung verweist der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Dr. Hermann Weinreis auf einen Passus aus dem Südniedersachsenprogramm. Unter dem Handlungsfeld „Regionale Mobilität weiter entwickeln“ ist laut Weinreis ganz konkret die „mögliche Reaktivierung von Bahnlinien oder Haltepunkten“ aufgeführt.

Die SPD halte es deshalb für sinnvoll, dass die Stadt Uslar über entsprechende Anträge und Anfragen, zum Beispiel auch auf die Höhe der Selbstbeteiligung bezogen, Zuschussmöglichkeiten klärt und die Initiative ergreift.

Dr. Weinreis, zugleich Vorsitzender des SPD-Stadtverbands Uslar, sagt zum Antrag seiner Fraktion, dass die SPD damit Hinweisen des Landkreises folge und grundsätzlich alle Projekte und Vorhaben unterstütze, die sich positiv auf eine nachhaltige und zukunftsweisende Mobilität auswirken.

Die CDU im Uslarer Land hatte den Haltepunkt wieder in die Diskussion gebracht und über den Wirtschafts- und Entwicklungsausschuss die Stadtverwaltung beauftragt, sich darum zu kümmern. Bürgermeister Torsten Bauer sollte mit der Nord-West-Bahn GmbH und der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) Verbindung aufnehmen, ob die Haltestelle wieder belebt werden kann. Dabei sollte Bauer auch prüfen lassen, ob die Tarife der Bahncard auf Kurzstrecken von und nach Uslar, Offensen und Verliehausen anerkannt werden.

Hintergrund ist, dass Bodenfelde künftig im Ein-Stundentakt an Göttingen angebunden werden soll. Damit bestünde für die Pendler aus dem Uslarer Land, die in Göttingen arbeiten, eine echte Alternative zum Auto, argumentierte die CDU damals in ihrem Antrag. Und: Die Wiederbelebung der Haltestelle Verliehausen würde den Haltepunkt Offensen entlasten. Dort käme es durch abgestellte Pendler-Autos zum Teil zu Parkraumproblemen, hieß es damals in Uslar im Ausschuss.

Liste kommt im Mai

Bauer sagte am Dienstag auf Anfrage der HNA, dass die Stadtverwaltung bei der Landesnahverkehrsgesellschaft deutlich gemacht habe, wie notwendig der Haltepunkt ist. Der Stadt liegt inzwischen die Information vor, dass das Wirtschaftsministerium eine Liste erstelle, auf der Haltepunkte aufgeführt sind, denen man sich wieder widmen könne. Diese Liste soll Anfang Mai veröffentlich werden, berichtete Bauer: „Wir hoffen, dass Verliehausen dabei ist.“

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