Situation nicht zufriedenstellend

Spielplatz in Delliehausen vor dem Ende: Suche nach Alternativen

Spielplatz ist Feuchtbiotop: Nicht nur das Schild am Spielplatz in Delliehausen ist überholt, weil dort noch „Der Stadtdirektor“ steht. Offenbar sind auch die Tage der Anlage gezählt. Foto: Dumnitz

Delliehausen. Auf der Tagesordnung der jüngsten öffentlichen Sitzung des Ortsrates Delliehausen stand das Thema Kinderspielplatz nicht. Zur Sprache gekommen ist es aber dennoch.

Die Situation sei nicht zufriedenstellend, sagte Ortsbürgermeister Wolfgang Boeder in der Sitzung vor acht Zuhörern im Gruppenraum der Mehrzweckanlage. Eine Patentlösung gebe es aber nicht, hieß es.

Wolfgang Boeder

Hintergrund der aktuellen Diskussionen ist, dass der Platz zwischen der Rehbachstraße und der Volpriehäuser Straße fast einem Feuchtbiotop gleicht (die HNA berichtete). Dieses Jahr habe es wohl keinen Tag gegeben, an dem der Platz mit etlichen Geräten nicht einem See geglichen hätte, sagte Boeder. Bei einem Ortstermin mit Lokalpolitikern und Mitarbeitern der Bauabteilung der Stadtverwaltung sei deutlich geworden, dass der von den Niedersächsischen Landesforsten angepachteten Platz nur für viel Geld trocken gelegt werden könne. Eine neue Drainage – die alte ist offenbar nicht mehr funktionsfähig – mit Abfluss zum nahegelegenen Rehbach würde laut Boeder rund 10 000 Euro kosten. Jetzt wurde eine Verlegung des Spielplatzes überlegt. Problem dabei: Es gibt laut Ortsbürgermeister kein Grundstück als Ersatz, dass im Besitz der Stadt Uslar ist. Bis auf den Sportplatz nahe der Mehrzweckanlage im Oberdorf an der Haje.

15 Familien mit 30 Kindern

Laut Boeder gibt es 15 Familien im Dorf, die rund 30 Kinder und damit potenzielle Nutzer des Spielplatzes haben. Eltern und Kinder will der Ortsbürgermeister im Frühjahr 2015 zu einem gemeinsamen Gespräch über die Zukunft des Spielplatzes einladen. Vielleicht sei es auch möglich, eine Initiative für den Spielplatz zu gründen, um eine gute und finanzierbare Lösung zu finden. Mit dem einmütigen Votum des Ortsrates will Wolfgang Boeder zu dem Gespräch einladen. Mit dabei sein sollen auch Vertreter des Turn- und Sportvereins, die den Sportplatz hauptsächlich nutzen.

Raumordnungsprogramm

Den Ausbau des Breitbandnetzes für ein schnelles Internet steht auf dem Wunschzettel des Ortsrates zum Landesraumordnungsprogramm. Außerdem müsse Rücksicht auf die dörfliche Entwicklung mit Fördergeld für den Erhalt der Struktur genommen werden, hieß es. Nachteile im Personennahverkehr dürfte es ebenso nicht geben, wie für die Notfall- und Akutversorgung sowie bei den landwirtschaftlichen Strukturen. Auch die touristische Weiterentwicklung dürfe nicht eingeschränkt werden, hieß es vom Ortsrat einmütig.

Trauer um Karl-Heinz Fasse

Zu Beginn der Sitzung rief Boeder zu einem Gedenken auf. Der Grund war der Tod von Karl-Heinz Fasse Anfang November. Er wurde am 13. April 1940 in Hannover geboren und lebte seit 1944 in Delliehausen. Fasse war seit Anfang der 1980er Jahre Mitglied im Ortsrat, eine Zeit lang Ortsbürgermeister, und hat sich laut Boeder stets für die Belange der Einwohner eingesetzt.

Einen Blumenstrauß als Dankeschön will Boeder Sabine Kleinert bringen. Sie ist aus dem Ortsrat ausgeschieden und nahm nicht an der Sitzung teil. Einen Nachrücker gibt es nicht.

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