Ortsheimatpfleger Wienecke hat zwar eine alte Fahne, aber bisher keine Zeugen

Spurensuche nach Verein

Die Fahne vom Arbeiterverein Offensen: Ortsheimatpfleger Dietmar Wienecke (links) und Uslars Museumschef Dr. Wolfgang Schäfer hoffen, Zeugen zu finden, die über den Verein berichten können. Fotos:  Schneider

Offensen. Ortsheimatpfleger Dietmar Wienecke aus Offensen hat ein Problem: Er recherchiert über den Christlichen Arbeiterverein in Offensen, hat sogar die gut erhaltenen Vereinshfahne zugetragen bekommen. Doch bisher gibt es keine Zeitzeugen, die ihm etwas über den inzwischen nicht mehr existierenden Vereine berichten können.

Die Fahne des christlichen Arbeitervereins Offensen mit dem Vereinsnamen auf der einen Seite und dem Spruch „Arbeit ist des Bürgers Zierde“ und „Segen ist der Mühe Preis!“ auf der anderen Seite bekam Wienecke vom ehemaligen Ortsbürgermeister Wolfgang Bauer. Der hatte sie vom inzwischen verstorbenen Arnold Bode erhalten. Sie wurde Mitte der 1950er-Jahre auf einem Dachboden gefunden. Mit der Fahne des christlichen Arbeitsvereins erhielt Wienecke auch die des Kriegervereins Offensen. Diese Fahne ist zwar nicht mehr ganz so gut erhalten. Doch auch in diesem Fall fehlen dem Ortsheimatpfleger Zeitzeugen und Angaben über diesen Verein.

Eine hängt im Museum

Die Fahnen hat Wienecke zunächst ins Uslarer Museum gebracht. Die des Arbeitervereins wurde gestern sogleich aufgehängt und ist in dem Raum zu sehen, in dem eine alte Sollinger Kneipe dargestellt wird. Bei der Übergabe im Museum erinnerte Dr. Wolfgang Schäfer an die Bedeutung der christlichen Arbeitervereine, die ab 1890 überall gegründet wurden und sich vor allem nach dem Ersten Weltkrieg als Geselligkeitsvereine etablierten: „In jedem Dorf im Soling gab es einen Arbeiterverein“, berichtet Museumschef Schäfer. Sie organisierten Bälle und Feste, hatten oft sogar eigene Musikkapellen. „Bis in die 1950er-Jahre wurden die Bälle des Arbeitertvereins der kulturelle und dörfliche Höhepunkt.“ In einigen Orten wie in Bodenfelde und Oedelsheim gibt es die Vereine heute noch.

Spurensuche über den Christlichen Arbeiterverein in Offensen

Spurensuche über den Christlichen Arbeiterverein in Offensen. © 
Spurensuche über den Christlichen Arbeiterverein in Offensen. © 
Spurensuche über den Christlichen Arbeiterverein in Offensen. © 
Spurensuche über den Christlichen Arbeiterverein in Offensen. © 
Spurensuche über den Christlichen Arbeiterverein in Offensen. © 
Spurensuche über den Christlichen Arbeiterverein in Offensen. © 
Spurensuche über den Christlichen Arbeiterverein in Offensen. © 
Spurensuche über den Christlichen Arbeiterverein in Offensen. © 
Spurensuche über den Christlichen Arbeiterverein in Offensen. © 
Spurensuche über den Christlichen Arbeiterverein in Offensen. © 
Spurensuche über den Christlichen Arbeiterverein in Offensen. © 

Doch Offensens Heimatpfleger Wienecke zuckt bei dem Thema mit den Achseln: Er hat bis auf die Daten von der Fahne mit den Jahreszahlen 1892 bis 1902 und mehreren Fahnenbändern unter anderem als Erinnerung an das Fest zum 35-jährigen Bestehen kaum Informationen über den Verein.

Aufruf: Zeugen gesucht

Deshalb richtete er sich an die Öffentlichkeit: Zeugen sollten sich melden oder genannt werden, benötigt werden alle Art von Informationen wie zum Beispiel die Namen der Gründer und vor allem Hintergrundwissen für weitere Recherchen, am besten wären auch Fotos. Ortsheimatpfleger Dietmar Wienecke ist unter Telefon 05506-7181 zu erreichen. (fsd)

Mehr Bilder über die Fahnen im Internet unter www.hna.de/foto

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.