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Stabilität schafft Spielraum, sagt Kevin Knöfler als neuer Kämmerer des Fleckens

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Von: Jürgen Dumnitz

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Hat die Ärmel aufgekrempelt: Kevin Knöfler, der neue Kämmerer des Fleckens Bodenfelde. Der 40-Jährige verschafft sich gerade einen Überblick und will den neuen Haushaltsplan für 2023 bis Ostern vorlegen.
Hat die Ärmel aufgekrempelt: Kevin Knöfler, der neue Kämmerer des Fleckens Bodenfelde. Der 40-Jährige verschafft sich gerade einen Überblick und will den neuen Haushaltsplan für 2023 bis Ostern vorlegen. © Jürgen Dumnitz

Bodenfelde – Jetzt hat der Flecken Bodenfelde als kleinste Gemeinde im Landkreis Northeim endlich wieder einen Kämmerer. Seit Anfang Oktober ist Kevin Knöfler (40) aus Volpriehausen „Herr der Zahlen“ im Rathaus an der Amelither Straße. Die Stelle war seit Januar dieses Jahres unbesetzt, weil der bisherige Kämmerer Gerald Wucherpfennig die Stichwahl gewonnen hat und seit Anfang Februar Bürgermeister in Bodenfelde ist.

Knöfler wurde in Uslar geboren, ging in seinem Wohnort zur Grundschule, später nach Uslar zur Orientierungsstufe und zur Realschule, bevor er zur Fachoberschule Wirtschaft nach Göttingen wechselte. Über ein Praktikum wurde sein Interesse an der Arbeit im Öffentlichen Dienst geweckt.

Und nach der Bundeswehrzeit begann er im August 2001 seine dreijährige Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten bei der Stadt Hardegsen. Bis Ende 2013 war er stellvertretender Betriebsleiter des Stadtwerke-Eigenbetriebs, arbeitete zudem in der Kämmerei und dem Bauamt. Für sein berufliches Ziel „Gehobener Dienst“ schloss er parallel ein Weiterbildungsstudium zum Betriebswirt und zum Verwaltungsfachwirt ab.

Dann wechselte er 2014 zum Kommunalverband „Region Hannover“, die Teil der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg ist. Da war er im Team Rettungsdienst zuständig für Kosten und Kalkulation. Parallel unterrichtet Kevin Knöfler als Dozent am Niedersächsischen Studieninstitut im Bereich Investition, Finanzierung und Verwaltungsmanagement. Bis Ende 2017 war er im Team „Strategische Steuerung“ der Region tätig mit dem Schwerpunkt Projektmanagement und bis Ende September dieses Jahres im Gesundheitsamt.

Der ledige Kämmerer des Fleckens will seine Dozententätigkeit weiter machen. Das sei erfrischend und gut fürs Netzwerk. Beruflich kehre er aber „zurück zu den Wurzeln“, freut er sich auf seine neue Aufgabe im Flecken mit 3030 Einwohnern. Da liegt die investive Pro-Kopf-Verschuldung (Stand: Ende Dezember 2021) bei 779,50 Euro. Das sei nicht hoch, findet der Kämmerer, für den jetzt nach der Einarbeitung die Jahresabschlüsse anstehen.

Für die kommenden Jahre sei wohl kein Defizit zu erwarten und weiterhin mit einem ausgeglichenen Haushalt zu rechnen.

Dickster Brocken wird die Erneuerung der Ortsdurchfahrt der Landesstraße 551 von der Amelither Straße bis zum Holzkohlewerk an der Uslarer Straße durch das Land. Der Flecken hat für Arbeiten in den Seitenräumen (Gehwege, Straßenlampen, Einfahrten etc.) dafür 1,7 Millionen Euro im Haushalt eingestellt.

Wegen der langen Vakanz lag der aktuelle Haushalt des Fleckens mit einem Volumen von 4,7 Millionen Euro erst vor einem Monat vor. Das will er ändern, sagte Knöfler. Bis Ostern soll der Haushaltsplan 2023 „basierend auf einer guten und verlässlichen Datenlage“ für die politischen Beratungen vorliegen.

Credo des Hobby-Fußballspielers, der auch gern joggt und Mountainbike fährt: Stabilität schafft Spielräume für kreative Ideen und Investitionen. Kämmerer Knöfler ist allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters in der Verwaltung.

Von Jürgen Dumnitz

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