Durchlass der Eisenbahnbrücke ist Nadelöhr

Stadt sieht keine einfache Lösung

Ralf Müller

In Sachen Hochwasser im Bereich Alleestraße sieht Ralf Müller von der Stadtverwaltung Uslar mehrere Probleme, aber keine einfache Lösung.

Für den Rückstau im Martinsbach sei nicht die kleine Brücke am Containerplatz entscheidend, wie Anliegerin Gabriele Diederichs glaubt, erklärte der für die Bauverwaltung zuständige Bereichsleiter auf Nachfrage der HNA. Der eigentliche Engpass sei der Durchlass der alten Eisenbahnbrücke gleich nebenan, so Müller und verwies auf eine entsprechende Untersuchung. „Aber der Umbau dieses Brückenbauwerks wäre ein Millionenprojekt.“

Er kenne das Problem der Anlieger am Martinsbach, versicherte Müller. „Grundsätzlich versuchen wir, Probleme zu lösen – wenn die Möglichkeit besteht.“ Dabei verwies Müller darauf, dass die Stadt seit Jahren entsprechend einer Prioritätenliste in den Brückenbau investiere. So werde 2015 die Brücke an der Kinderwiesenstraße in Schönhagen erneuert. Diese Brücke habe eine höhere Priorität als die Brücke über den Martinsbach westlich des Eisenbahnviadukts.

Als eine weitere Problemstelle in Sachen Hochwasser nannte Müller das Wehr am Eisteich. Das Wehr sei zum Zeitpunkt des letzten Hochwassers nicht ganz geöffnet gewesen, so dass es zum Rückstau kam. Mit dem Pächter habe die Stadt darum bereits gesprochen.

Einen Teil der Verantwortung sieht Müller auch bei den Anliegern selbst. Sie seien dafür zuständig, dass kein Grün in den Martinsbach wachse und den Abfluss beeinträchtige. Grundsätzlich gelte: „Wer ein Grundstück am Wasser hat, muss davon ausgehen, dass er etwas tun muss, um es vor Wasser zu schützen.“ (shx)

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