Trinkwasserversorgung

Stadtwerke bauen neuen  Hochbehälter für Delliehausen

Delliehausen. Mit zwei Schwerlastwagen sind die neuen Tanks für den Hochbehälter in Delliehausen angeliefert worden.

Zwei Schwerlasttransporter schlängelten sich am Freitag kurz nach Sonnenaufgang auf den schmalen Straßen des Köhlerdorfs Delliehausen bis auf die Haje. Da wurde es teils eng, als die tonnenschweren Tieflader mit ihren zwei verpackten Edelstahlbehältern bis zur Baustelle wenige Meter unterhalb des alten Wasserhochbehälters angekommen waren.

Martin Adolph

Die Autokran-Fahrer Hans Rhein und Alex Welt von der Göttinger Autokran-Firma Klostermeyer hievten die etwa sieben Tonnen schweren und liegenden Edelstahltanks von den Tiefladern, stellten sie hoch und platzierten sie anschließend nach Angaben der Bauarbeiter millimetergenau auf die vorgesehenen Stellen im schon seit Wochen vorbereiteten Betonsockel des neuen Trinkwasser-Hochbehälters der Uslarer Stadtwerke GmbH.

Bis die Behälter endgültig standen, dauerte es eine Zeit lang. Schaulustige hatten sich inzwischen an der Baustelle eingefunden. Die Zufahrt von der Oberen Hajestraße bis zum neuen Hochbehälter wurde extra aufgeschottert, damit die schweren Lkw den Weg befahren konnten.

Laut Stadtwerke-Geschäftsführer Martin Adolph investiert das Unternehmen rund 600 000 Euro in die neue Anlage. Nach der Montage der Tanks fürs Trinkwasser soll der Zweckbau noch eine Außenhaut erhalten. „Das sieht später von Außen aus wie eine Feldscheune“, sagte Adolph in der jüngsten öffentlichen Sitzung es Delliehäuser Ortsrates. Das Gebäude soll mit Brettern verkleidet werden und ein Dach erhalten.

Die Stadtwerke haben bei der Baubehörde des Landkreises Northeim sogar beantragt, den neuen Hochbehälter mit einer Fotovoltaik-Anlage auf dem Dach auszustatten, über die Strom für den Betrieb erzeugt werden könne. Die Anlage steht im Landschaftsschutzgebiet, deshalb sei bisher nicht klar, ob die Fotovoltaik-Anlage genehmigt wird.

Der alte Trinkwasser-Hochbehälter wurde laut Adolph um 1904 ins Erdreich gebaut. Er soll weiterhin zur Nutzung zur Verfügung stehen und werde nicht abgerissen.

Der Neubau sei aber notwendig geworden, um die Wasserqualität weiterhin zu halten, sagte der Stadtwerke-Chef. Laut Adolph soll der Neubau noch in diesem Jahr fertiggestellt werden und in Betrieb gehen.

Heute sei eine gute Dämmung des Gebäudes ohne Fenster möglich, deshalb müsste nicht in die Erde gebaut werden. Jeder Behälter habe ein Volumen von 70 Kubikmeter, beide Tanks somit 140 Kubikmeter Fassungsvermögen für das Lebensmittel Nummer 1. Der alte Delliehäuser Hochbehälter hat ein Fassungsvermögen von 75 Kubikmetern.

Im nächsten Jahr soll laut Adolph der Trinkwasser-Hochbehälter in Gierswalde nach dem gleichen Prinzip erneuert werden. Der Trinkwasserpreis werde wegen der Investition aber nicht zwangsläufig sofort erhöht, sagte der Stadtwerke-Geschäftsführer im Ortsrat auf Nachfrage eines Einwohners.

Rubriklistenbild: © Foto: Dumnitz

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