600.000-Euro-Investition

Stadtwerke weihen neuen Hochbehälter in Delliehausen ein

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Delliehausen. Der neue Trinkwasser-Hochbehälter für Delliehausen ist am Freitagmittag offiziell eingeweiht worden.

Er steht nur wenige Meter vom alten Hochbehälter entfernt, der aus dem Jahr 1904 stammt und dessen Zeit abgelaufen ist.

Uslars Bürgermeister Torsten Bauer sprach als Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Uslar GmbH von einem Quantensprung und einer wesentlichen Verbesserung der Trinkwasserversorgung Delliehausens. Für die Stadtwerke sei es zudem ein weiterer Baustein zur Bewahrung der Selbstständigkeit Als Bürgermeister sagte Bauer, dass der neue Hochbehälter für die Infrastruktur der Stadt und die Wasserversorgung am Bollert eine zukunftsweisende Anlage sei.

Adolph: Tag der Freude

Stadtwerke-Geschäftsführer Martin Adolph sprach von einem Tag der Freude. Alle sagen immer, dass wir hier im Solling mit einem tollen Wasser gesegnet seien. Das bedeute aber nicht, dass dieses Wasser einfach so zu den Bürgern ins Haus komme, sagte Adolph. Um das zu gewährleisten, sei der neue Hochbehälter errichtet worden. Delliehausen bekommt jetzt nämlich Trinkwasser aus dem Ital, das über die Hochbehälter Uslar, Gierswalde und Volpriehausen nach Delliehausen gelange.

Die Brunje-Quelle, aus der Delliehausen bisher versorgt wurde, wird nicht mehr für die Trinkwasserversorgung benötigt. Es bestehe aber eine Notversorgung für den Brandschutz auf der Oberen Haje von Delliehausen.

Stadtwerke-Chef Adolph sagte, dass er den Hut davor ziehe, dass es gelungen sei, dass der alte Hochbehälter so lange genutzt werden konnte. Er lobte an dem neuen Hochbehälter, dass es von den Planungen ab September 2016 bis zur Inbetriebnahme Ende 2017 schneller kaum gehe.

Alle Beteiligten hätten konstruktiv mitgearbeitet und sich mit guten Ideen eingebracht. Zudem wurde der Kostenrahmen von 600 000 Euro eingehalten. Dank sprach er der Familie Jordan aus, die das Grundstück, auf dem der Hochbehälter steht, zur Verfügung gestellt hat.

Alle sehr kooperativ

Überhaupt hätten sich alle Anlieger sehr kooperativ gezeigt, sagte Reinhard Borchert, Leiter der Wasserabteilung der Stadtwerke. Es lief alles sehr unkompliziert, lobten Adolph und Borchert. Und mit dem Tag der offenen Tür am Freitagnachmittag zeige man der Bevölkerung, wie Trinkwasserversorgung langfristig gesichert werde, hieß es bei den Gastgebern.

Als nächstes Bauprojekt in Sachen Hochbehälter planen die Uslarer Stadtwerke einen Neubau in Gierswalde. 

Zwei Edelstahltanks

Kernstück des neuen Hochbehälters in Delliehausen sind zwei Edelstahltanks mit jeweils 75 Kubikmeter Fassungsvermögen. Zwei Kammern vorzuhalten, ist heutzutage üblich, sagte Reinhard Borchert, Chef der Wasserabteilung der Uslarer Stadtwerke GmbH. 

Für die Wasserversorgung der Anwohner auf der Oberen Haje in Delliehausen in unmittelbarer Nachbarschaft sind zwei Pumpen installiert worden. Um die Tanks ist zuletzt eine Gebäudehülle gebaut worden. Das Bauwerk erinnert eher an eine Feldscheune. 

Wichtig ist auch, dass die Daten aus dem Hochbehälter per Funk an die Stadtwerke in Uslar übertragen werden. „Bevor die Leute kein Wasser haben, sind wir dann schon unterwegs“, sagt Reinhard Borchert über den Vorteil der modernen Technik und den Informationsfluss. 

Die Tanks sind mit einer maschinellen Reinigungsmaschine ausgestattet. Dazu muss künftig kein Mitarbeiter mehr hineinsteigen. (fsd)

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