Symbolischer Spatenstich

Startschuss für neues Zuhause für Verliehäuser Feuerwehr

Verliehausen. „Viele Jahre hat es gebraucht, um aus dem ersten Anlauf einer Renovierung des alten Feuerwehrhauses einen Baubeginn zu erarbeiten.“ Das sagte Verliehausens Ortsbrandmeister André Schiebler beim symbolischen ersten Spatenstich für das neue Feuerwehrhaus in Verliehausen.

Nun ist es endlich soweit, dachten auch die meisten der weit über 70 Gäste, die zu dem symbolischen Akt an der Weserstraße gekommen waren, wo zwischen Dorf und Gasthaus Zum Bahnhof das neue Feuerwehr-Domizil mit einer Gebäudegröße von 350 Quadratmetern bis zum Jubiläumsjahr 2020 entstehen soll.

Zum Vergleich: Das alte Gerätehaus ist so klein, dass man von der Beifahrerseite erst ins Feuerwehrfahrzeug einsteigen kann, wenn es vor der Tür steht. Ortsbandmeister Schiebler freute sich denn auch, dass es ein Neubau geworden ist, und erinnerte an die lange Suche nach einem neuen Standort.

Normen und Vorschriften

Die vielen Normen und Vorschriften hätten zu dieser Lösung geführt. Jetzt entstehe ein neues, normgerechtes Feuerwehrhaus. Zudem spreche die Nähe zu Ahlbershausen für den Standort, nachdem die Feuerwehr aus dem kleinen Nachbarort in der Verliehausen Wehr mit untergekommen ist.

Durch die Fusion der Wehren Anfang des Jahres „stellen wir hier im südlichen Teil von Uslar eine tatkräftige Truppe, die mit einem gemeinsamen, neuen Anlaufpunkt die sonst sehr eingeschränkten Übungs- und Unterrichtsverhältnisse in naher Zukunft ganz anders nutzen kann“, freute sich Feuerwehrchef Schiebler schon jetzt auf die Vorzüge des Neubaus.

Wie Weihnachten

Das sei ein Ereignis für die Feuerwehr wie Weihnachten für Kinder: Der dunkle Mehrzweckraum werde durch einen Schulungsraum ersetzt. Es gibt in Zukunft Duschen und genug Platz für Feuerwehrfahrzeuge. „Kurz gesagt, unsere Einsatz- und Leistungsbereitschaft bekommt ein neues Zuhause!“

Durch viel Engagement einzelner, die Unterstützung anderer Wehren und das Zutun der Feuerwehrunfallkasse wurde der Weg zu einem Neubau möglich, sagte Schiebler und dankte allen Beteiligten, vor allem Stadtbrandmeister Jörg Jacob, Uslars Bauhofleiter Thomas Sattler, Ortsbürgermeister Friedbert Leßner und seinem Kommando.

Die Feuerwehr hat eine Kapsel mit aktuellen Beigaben vorbereitet, die bei der Grundsteinlegung eingemauert wird: mit der aktuellen HNA-Ausgabe, einem Bild vom Kommando, einer Mitgliederliste, Fotos vom alten Feuerwehrhaus und einem Schriftstück zur Grundsteinlegung.

Stadtbrandmeister Jacob sprach von einem langen aber erfolgreichen Weg und lobte die effektive Zusammenarbeit aller Beteiligten. Das Ziel, eine den aktuellen Vorgaben entsprechende Unterkunft zu bauen, ist erreicht worden. Nun beginnt ein neuer Zeitabschnitt in der Geschichte der Ortsfeuerwehr Verliehausen.

„Ihr wisst alle, was das für ein Kampf war“, erinnerte Ortsbürgermister Friedbert Leßner an die Vorgeschichte, dankte den Beteiligten und sagte die weitere Unterstützung des Ortsrates zu. 

Kostenpunkt: 260.000 Euro

Uslars Bürgermeister Torsten Bauer lobte Aktivität und Einsatzbereitschaft der Verliehäuser und Ahlbershäuser Feuerwehr auch für den Neubau des Feuerwehrhauses, mit dem eine lange Zeit der räumlichen Enge zu Ende gehe. 

Mehrere Jahre wurde ein passendes Gebäude gesucht, fünf Varianten untersucht sowie drei Varianten für einen Neubau. Ab 2018 hat der Stadtrat insgesamt 260 000 Euro bereitgestellt. Erste Ausschreibungen erfolgten im Sommer. 

Bürgermeister Bauer schilderte, dass eine Stahlfertigteilhalle mit Dach und Wänden aus Sandwich-Elementen (Trapezbleche mit innen liegendem Dämmkern) auf einer Stahlbeton-Bodenplatte entstehen. Das 350 Quadratmeter große Gebäude bekommt Einstellplätze für zwei Feuerwehrfahrzeuge. Damit besteht die Möglichkeit, das Fahrzeug aus Ahlbershausen, das zunächst im dortigen Gerätehaus stationiert bleibt, auch in Verliehausen unterbringen zu können. Umkleiden und Schulungsraum wurden nach Vorgaben der Feuerwehrunfallkassen geplant. 

Der Neubau soll pünktlich zum Feuerwehrfest anlässlich des 125-jährigen Bestehens im Jahr 2020 fertiggestellt sein. Für das Projekt ist im Vorfeld außerordentlich viel Eigenleistung aus dem ganzen Ort zugesagt worden, hieß es beim Spatenstich. (fsd)

Rubriklistenbild: © Frank Schneider

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