Nach Fusion der katholischen Gemeinde weiterhin als ökumenische Aktion erfolgreich

Sternsinger sammeln mehr

Sternsinger vor der Aussendung: Pfarrer Thomas Steinrücken (von links), Mareike Zander, Mirela Sevenich-Walter, Sophia Böker, Seline Böker, Mirijam Walter, Maik Seitz, Tamara Walter, Marlin Michalke, Jan-Niklas Stiller, Tanja Simon, Sandra Scholtyssek, Christina Gerke, Anna Vollmer, Sandra Böker, Anna Simon, Leon Hacker, Dorian Hüne, Franziska Thormeier und Shawn Kunst. Auf dem Bild fehlen: Walburga Wieszt, Bernd Sevenich, Konrad Linkmann und Luan Berisha. Foto: Privat/nh

Oberweser/Wahlsburg. Dass Eins und Eins auch Drei ergeben kann, davon überzeugten sich die Sternsinger in Oberweser und Wahlsburg. Erstmals zogen Könige in fünf Gruppen aus den beiden fusionierten katholischen Kirchengemeinden Oberweser und Wahlsburg gemeinsam von Haus zu Haus auf. Zudem wurde die Sternsinger-Aktion wurde zu einer ökumenischen Aktion mit Jungen und Mädchen aus den evangelischen Kirchengemeinden Oberweser und Lippoldsberg.

Als äußeres Zeichen der Segnung haben die Sternsinger die Worte „Christus mansionem benedicat“ (Christus segne dieses Haus) mit Kreide über die Eingangstüren geschrieben. Als Dankeschön gab es meist Geld von den Haus- und Wohnungsbesitzern.

Nach der Fusion der katholischen Kirchengemeinden Oberweser und Wahlsburg wurde sogar ein höherer Betrag gesammelt als zuvor bei den Einzelaktionen, teilt die Kirchengemeinde mit. 1585 Euro kamen bei 120 Hausbesuchen als Spenden zusammen. Dieses Geld ist für Hilfsprojekte des Sternsingerwerks bestimmt.

Die Teilnehmer der diesjährigen Aktion sind sich sicher, dass die ökumenische Zusammenarbeit über die Dorfgrenzen hinaus auch im nächsten Jahr fortgesetzt werden sollte. „Es ist schön, zu beobachten, dass mittlerweile auch immer mehr evangelische Familien diese erhaltenswerte Tradition mittragen und die Kinder mit einer Spende unterstützen“, freute sich Bernd Sevenich, Vorstandsmitglied der katholischen Kirchengemeinde Heilig Geist Oberweser-Wahlsburg.

Große Resonanz

Die Resonanz in den einzelnen Dörfern sei jedoch recht unterschiedlich gewesen. Es werde sicher noch eine Zeit lang dauern, bis die Aktion als ökumenisches Sternsingen fest verankert ist, hieß es weiter. „Aber die Tendenz ist ganz deutlich steigend und lässt Gutes hoffen“, so Sevenich. Er dankte allen Spendern und den 20 Sternsingern mit ihren Teamleitern, die bei den Familien oftmals noch Süßigkeiten bekamen.

Transportiert wurden die Kinder mit einem Kleinbus der Kirchengemeinde. Dieser fiel wie schon im vergangenen Jahr ausgerechnet in Heisebeck erneut aus. Kurzfristig wurden wieder Alternativen für den Transport der Sternsinger organisiert, damit sie ihre Runde zuende bringen konnten.

Am Tag vor der lokalen Sternsinger-Aktion in Oberweser und Wahlsburg waren die Sternsinger von der Weser im Dom zu Fulda. Dort wurden die geschmückten und verkleideten Könige während eines Festgottesdienstes ausgesendet. Das war ein großes Erlebnis, hieß es, weil mehr als 1000 Gleichgesinnte im Dom versammelt waren und vom Bischof gesegnet wurden. (jdx)

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