Ortsrat Volpriehausen klagt über zu wenig Geld – Elli Bolz ersetzt Harald Wokittel

Straßen bereiten Sorgen

Neu im Ortsrat: Als Nachfolgerin von Harald Wokittel verpflichtete Ortsbürgermeister Gerd Kimpel (rechts) Elli Bolz als neues Mitglied im Ortsrat Volpriehausen. Foto: shx

Volpriehausen. „Uns fehlt Geld für die Straßen“, fasste Gerd Kimpel seine Sorgen als Ortsbürgermeister von Volpriehausen zusammen. In der letzten Ortsratssitzung des Jahres berichtete Kimpel über die Verwendung des Ortschaftsgeldes in 2014: Spielplätze (875 Euro), Straßen und Wege (5900), Grünflächenpflege (870), Friedhof (56) und Wirtschaftswege (275).

Die letzten 870 Euro will der Ortsrat in die Sanierung des Bachlaufs im Park am Bergmann investieren. Die Ufer seien so stark ausgewaschen, dass ein nahe stehener Brunnen wegzurutschen drohe, sagte Kimpel. Zur Stabilisierung sollen mit Steinen gefüllte Drahtkörbe, sogenannte Gabionen, aufgestellt werden.

Den Rest der Kosten für das 4000 Euro teure Vorhaben werde die Stadt Uslar übernehmen, informierte Kimpel, der grundsätzlich über ein zu geringes Budget der Ortsräte klagte. „Wir haben chronisch zu wenig:“ Weil die Bürger immer älter würden, brauche man mehr Geld für die Grünflächenpflege. Außerdem fehlen Mittel für die Sanierung der Straßen. „Aber wir schaffen es nicht, die Ortschaftsmittel anzuheben“, sagte der Ortsbürgermeister, der selbst im Stadtrat sitzt, mit Verweis auf die beschränkten finanziellen Möglichkeiten der Stadt.

Sorgen bereiten in Volpriehausen zum Beispiel wegplatzende Bürgersteige in der Schaftstraße. Besonders groß sei der Sanierungsbedarf in der Industriestraße, so Kimpel, der in diesem Fall auf Unterstützung der Stadt hofft.

Neu im Ortsrat

Als neues Ortsratsmitglied verpflichtete Kimpel Elli Bolz, die nach dem Rücktritt von Harald Wokittel in das Dorfparlament nachrückt. Wokittel selbst war nicht zur Sitzung gekommen. Er sei mit der Arbeit des Ortsrates nicht mehr zufrieden gewesen und außerdem beruflich aktuell unter der Woche oft nicht da, erklärte Wokittel auf Nachfrage der HNA. Mehr wolle er dazu nicht sagen.

Ortsbürgermeister Kimpel dankte dem abwesenden Wokittel für dessen Dienst für Volpriehausen. Sonja Gierke wies auf Wokittels lange kommunalpolitische Arbeit hin. Sie erinnerte daran, dass dieser auch im Stadtrat sowie Verwaltungsausschuss mitgearbeitet habe und Ortsbürgermeister von Gierswalde war, bevor er diese Aufgabe in Volpriehausen übernahm. „Das ist nicht vergessen,“ sagte Gierke. Vielleicht überlege sich Wokittel seinen Schritt und kandidiere noch einmal für die nächste Wahlperiode. (shx)

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