Sohn des Malers Sigmund Strecker (1914 bis 1969) wirbt für Kunst seines Vaters

Strecker fürs Standesamt

Kein Zufall: Bernhard Strecker ist der Sohn des Malers Sigmund Strecker, von dem Reproduktionen im Café Ambiente in Bodenfelde zu sehen sind. Dort war Streckers Urgroßvater Lehrer. Foto: Dumnitz

Bodenfelde. Bürgermeister Mirko von Pietrowski hat Passagen aus der Bodenfelder Schulchronik herausgesucht, in denen unter anderem die Geburt des Malers Sigmund Strecker am 6. August 1914 in der Weser-Gemeinde erwähnt ist. Dessen Vater war eine Zeit lang Lehrer in Bodenfelde.

Er unterrichtete einst in den Räumen, in denen heute Werke des Malers ausgestellt werden, der sich mit 55 Jahren das Leben nahm. Die Bilder werden im Café Ambiente präsentiert, das zuvor Rathaus der Gemeinde war und davor Schulhaus. Strecker habe zu den Menschen gehört, die sich selbst in den Schrecken eines Krieges den Sinn fürs schöne bewahrt haben.

Ihm sei es gelungen, trotz Grausamkeit, Gewalt und Tod den Blick für das Wunderbare zu behalten und mit Pinsel oder Feder von der Realität unberührte Momente zu schaffen, sagte von Pietrowski am Montag bei der Ausstellungseröffnung, an der neben einem halben Dutzend Kunstinteressierten auch Strecker-Sohn Bernhard teilnahm.

Er warb für die Ausstellung von Bildern seines Vaters etwa im Standesamt des Fleckens, weil einige Werke seiner Ansicht nach trefflich an einen solchen Ort passen, in denen Menschen den Bund fürs Leben schließen. Klaviermusik zur Ausstellungseröffnung steuerte der Bodenfelder Jan Eric Müller-Zitzke bei.

Wanderausstellung

Anlässlich des 100. Geburtstages von Sigmund Strecker im vergangenen Jahr gab es bereits eine Wanderausstellung im DLRG-Zentrum mit Zeichnungen und Aquarellen unter dem Titel „Heimkehr nach Bodenfelde – Der friedvolle Soldat“. Diesmal sind im Café Ambiente unter dem Motto „Rückkehr nach Bodenfelde  II“ noch bis Ende Februar Spätwerke aus den 1950/60er-Jahren zu sehen. Bilder in verschiedenen Größen mit Früchten, Blumen, Stillleben und Landschaften als Motiv zieren die Wände, des Cafés.

Laut von Pietrowski bildet die Örtlichkeit einen „bemerkenswerten Raumbezug zum Vater des Künstlers, dem Lehrer Strecker.“

Zu sehen sind die Bilder während der Öffnungszeiten des Cafés an der Bleekstraße. Der Eintritt ist frei.

Infos und Kontakt: Café Ambiente, Telefon 05572-515.

Von Jürgen Dumnitz

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