Streichwehr für den Mühlengraben ist ein Überlauf gegen Hochwasser

Soll den Wasserstand im Mühlengraben regeln: Das Streichwehr, das laut Volker Mäder von der Stadtverwaltung dafür sorgen soll, dass nicht zu viel Wasser im Mühlengraben fließt. Vom Überlauf mit massiven Wasserbausteinen (links im Bild) soll das Wasser über die neu angelegte Abflussmulde rund 150 Meter vor dem Rückhaltebecken in den Katzbach fließen. Foto: Dumnitz

Uslar/Eschershausen. Rund 350 Liter Wasser pro Sekunde sollen durch den Mühlengraben von Eschershausen bis nach Uslar fließen. Mehr nicht. Damit es bei Hochwasser nicht wieder zu Problemen kommt, hat die Stadt jetzt ein Streichwehr bauen lassen. Dadurch soll sichergestellt werden, dass der Mühlengraben nicht zum reißenden Bach wird und – wie in der Vergangenheit ein paar Mal geschehen – oberhalb der Petershöhe in Uslar über die Ufer tritt.

Vorausgegangen sind laut Volker Mäder vom Baumanagement der Stadtverwaltung etliche hydraulische Messungen und Berechnungen. Das war wichtig, um die Höhe des Streichwehrs festzulegen. Weil das aber bei einem fast natürlichen Bachlauf nur Näherungswerte sind, gibt es Variationsmöglichkeiten.

Kosten: 33 000 Euro

Wenn die Mindestdurchflussmenge nach dem gültigen Wasserrecht nicht erreicht werden sollte, können Balken eingesetzt werden, durch die die Höhe des Wehrs variiert werden kann. Für das Streichwehr hat die Stadt 33 000 Euro bezahlt. Zuschüsse hat es dafür nicht gegeben.

Die Anlage am Ortsrand von Eschershausen dient dem Hochwasserschutz. In der Vergangenheit hat es mit zu viel Wasser in kurzer Zeit Probleme gegeben. Etwa wenn Wassermassen auf Höhe des Gymnasiums das im Katzbachtal liegende Areal des Georgshofes überschwemmten. Damit soll jetzt Schluss sein.

Auch deshalb, weil der Rechen zwischen Schulgebäude und der ehemaligen Jugendherberge ausgetauscht werden soll. Wenn dieser Rechen durch Laub und Gestrüpp zugesetzt war, gab es regelmäßig einen Rückstau, der das Hochwasser an der Petershöhe zusätzlich begünstigt hat.

Für knapp 11 000 Euro soll die Firma Idahl & Tecklenburg aus Kammerborn in den nächsten Wochen eine zweigeteilte neue Rechenanlage aufbauen. Dadurch, so Mäder, soll gewährleistet werden, dass Anschwemmungen leichter weggeräumt und Rückstaus vermieden werden können.

Von dem verbrieften Wasserrecht, das vor allem für die Wasserkraftanlage der ehemaligen Ilse-Werke am Kupferhammer gilt, profitieren eine zweite Anlage in der Schormannschen Mühle und demnächst auch das neue Schau-Wasserrad der Stadtwerke am alten Rathaus. (jde)

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