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Stress durch Niedrigwasser für die Weser-Fische

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Von: Jürgen Dumnitz

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Wahmbeck/Lippoldsberg – Die niedrigen Pegelstände auf der Weser haben zur Einstellung der Schifffahrt im Bereich Hann. Münden und Bad Karlshafen gesorgt. Fracht- und Personenschiffe sind nicht mehr unterwegs, weil Wasser unter dem Kiel fehlt.

Vom Niedrigwasser geprägt: Die Weserfähre in Wahmbeck hat seit ein paar Tagen den Betrieb eingestellt, weil der Wasserstand für Überfahrten nicht mehr ausreicht.
Vom Niedrigwasser geprägt: Die Weserfähre in Wahmbeck hat seit ein paar Tagen den Betrieb eingestellt, weil der Wasserstand für Überfahrten nicht mehr ausreicht.  © Jürgen Dumnitz

Während die Wahmbecker Fähre des Fleckens Bodenfelde ihren Betrieb ganz eingestellt hat, setzen die Fähren der Gemeinde Wesertal in Lippoldsberg und Oedelsheim – wenn auch lastenmäßig eingeschränkt – leichte Fahrzeuge und Personen noch über.

Und Kanufahrer haben freie Fahrt, nutzen die Fahrrinne und müssen aufpassen, dass sie nicht zu weit ans steinige Ufer oder an die Buhnen kommen. In den vergangenen sieben Tagen war der Wasserspiegel an der Messstelle in Wahmbeck zwischen 96 und 98 Zentimeter hoch. In Bad Karlshafen, wo sonst das Fahrgastschiff Hessen mit Tagesfahrten unterwegs war, wurden indes laut der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (wsv.de) nur noch Wasserstände zwischen 57 und 53 Zentimeter gemessen. Bei Hann. Münden gibt es Tiefen zwischen 72 und 66 Zentimeter.

Für kleine Boote reicht der Wasserstand vor allem in der Fahrrinne zwar aus, die Wassersportler und Freizeitkapitäne müssen jedoch kräftig paddeln, weil auch die Strömung deutlich abgenommen hat.

Andreas Loewe
Andreas Loewe © Familie Loewe/NH

Der Zustand stresst aber auch die Fische. Die leiden laut Andreas Loewe vom Angelverein Bodenfelde vor allem unter dem Sauerstoffmangel. Der Besatz hat nach den Beobachtungen des Vorstandsmitgliedes nicht abgenommen. Es gebe durch das Niedrigwasser auch kein Fischsterben in der Weser, und Algen, die zur Gefahr werden könnten, seien bisher nicht festgestellt worden.

Arten wie Rotaugen, Hasel, Schwarzmundgrundel, Aal, Hecht, Barsch sowie Forelle, Döbel und Gründling ziehen sich in den Rinnenbereich des Flussbettes zurück. Und die Angler nehmen Rücksicht, um die Fische nicht noch mehr zu stressen. Loewe hofft, dass die Salzlast im Fluss nicht ansteigt, weil der Wasserzustand der Weser nach wie vor nicht sehr gut sei.  Foto: ANDREAS Loewe/nh

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