Stadtwerke senken erstmals seit langem den Preis – Katja Wirth wird neue zweite Chefin

Strom ist 0,4 Cent billiger

Veränderungen bei der Uslarer Stadtwerke GmbH: Betriebsrat Arno Riedke (von links), Geschäftsführer Martin Adolph, die künftigen Ruheständler Hartmut Marten und Werner Pfeilsticker und die Pfeilsticker-Nachfolgerin Katja Wirth. Foto: Privat/nh

Uslar. Bei den Uslarer Stadtwerken GmbH tut sich jede Menge. Zwar bleibt der Wasser- und Abwasserpreis gegenüber dem Vorjahr unverändert, dafür wird aber der Strompreis erstmals seit über 42 Jahren überhaupt um 0,4 Cent je Kilowattstunde gesenkt. Ein Durchschnittshaushalt spart dadurch pro Jahr immerhin rund 20 Euro. Und: Beim Personal der Stadtwerke mit dem Hauptbetriebsgebäude an der Alleestraße in Uslar gibt es Veränderungen.

Als einer der wenigen Menschen, die wohl schon in allen Haushalten der Kernstadt und von Allershausen waren, ist Hartmut Marten zum Jahresende in den Ruhestand verabschiedet worden. Der gebürtige Vahler war seit dem 1. April 1965 bei den Stadtwerken tätig. Er lernte dort zunächst Starkstromelektriker, arbeitete dann als Lagerist und war seit Jahrzehnten der für Stromzähler zuständige Mann der Stadtwerke. Gearbeitet hat der heute 65-jährige unter vier Chefs: Willi Schulze, Gerhard Hartmann, Norbert Samoski und zum Schluss unter Martin Adolph.

Weil weitere Umstrukturierungen im Betrieb vorgesehen sind, haben mehrere Kollegen jetzt seine Arbeit übernommen.

Wirth kommt für Pfeilsticker

Als nächstes wird Werner Pfeilsticker (64) als kaufmännischer Leiter und Stellvertreter des Geschäftsführers Ende April in den Ruhestand verabschiedet. Seine Nachfolgerin wird Katja Wirth (50), die bereits seit Januar bei den Stadtwerken tätig ist und eingearbeitet wird.

Die Stelle hatten die Stadtwerke bundesweit ausgeschrieben. 28 Bewerber habe es gegeben, sagte Martin Adolph. Er sei froh, dass man sich für Katja Wirth entschieden habe, die verheiratet ist und in Schönhagen lebt. Oftmals werde so eine Führungsposition von jüngeren Fachkräften als Karrieresprungbrett genutzt. Dann hätten die Stadtwerke in ein paar Jahren ein Problem, hieß es.

Das sei durch die Besetzung mit Wirth nicht zu befürchten. Sie ist von Beruf Diplom-Kauffrau und Bilanzbuchhalterin und stammt aus Kammerborn. Nach dem Abitur 1983 in Uslar absolvierte sie eine kaufmännische Ausbildung bei der Firma Kordes in Sohlingen. Dann studierte sie Betriebswirtschaftslehre in Göttingen, arbeitete drei Jahre in einem Betrieb in Koblenz und danach von 1994 bis 2013 bei der Firma Kordes, unter anderem als Geschäftsführerin.

Katja Wirth will die Stadtwerke und damit die lokale Energiewirtschaft in ihrer Position als kaufmännische Leiterin, Prokuristin und Vertreterin der Geschäftsführung auf dem eingeschlagenen innovativen Weg begleiten und weiter stärken.

25 Beschäftigte

Die Stadtwerke GmbH hat 25 Beschäftigte und elf Mitarbeiter im Abwasserbetrieb (einschließlich vier Auszubildende). (jde)

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