Gut besuchtes Fest des Museums- und Kulturvereins mit Gottesdienst und Büfett

Fest des Museums- und Kulturvereins: Sturm auf das Sauerkraut

Anstrengende Arbeit: Die Jugend des Museums- und Kulturvereins in Ahlbershausen mit (von links) Julian Ilse, René Henne, Meike Schwarzer, Lars Schröder und Robin Wellendorf beim Sauerkrautherstellen, Foto: Schneider
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Anstrengende Arbeit: Die Jugend des Museums- und Kulturvereins in Ahlbershausen mit (von links) Julian Ilse, René Henne, Meike Schwarzer, Lars Schröder und Robin Wellendorf beim Sauerkrautherstellen.

Ahlbershausen. Das Sauerkrautfest in Ahlbershausen hat sich etabliert. Es bescherte dem Museums- und Kulturverein Ahlbershausen am Sonntag ein volles Museum.

Dabei hat sich auch bewährt, das Fest mit einem Erntedankgottesdienst zu beginnen. „Da war das Museum das erste Mal voll“, freute sich Vorsitzender Fritz Warnecke über die gelungene Kombination. Denn Gottesdienst leitete Pastorin Rita Sennert.

Gleich danach folgte der Sturm aufs Büfett. Kein Wunder: Die Gastgeber vom Museums- und Kulturverein hatten viele Gerichte rund ums Sauerkraut aufgefahren: Mit Kassler, mit Bregenwurst, als Auflauf, als Suppe, als bayerische Sauerkrautnudeln und als Sauerkraut-Kartoffelpizza.

Das Sauerkraut wurde auf dem Museumshof frisch gekocht: Wolfgang Ilse stand dabei an der Pfanne und bereitete 30 Kilogramm vor. Die anderen Speisen lieferten die fleißigen Frauen. Insgesamt standen beim Sauerkrautfest 15 Helfer bereit, damit alles glatt über die Bühne ging.

Freude herrscht beim Museums- und Kulturverein über die tatkräftige Jugend: Sie übernahm die so wichtige Aufgabe, das frische Sauerkraut zuzubereiten. Julian Ilse, René Henne, Meike Schwarzer, Lars Schröder und Robin Wellendorf hobelten die Kohlköpfe und stampften sie ein.

Der Weißkohl kam wieder aus dem Hessenland vom Schwiegersohn von Ruth Borchert, Vorbesitzerin des Hofes, in dem das Museum untergebracht ist. Der baut in Hesserode bei Melsungen Kohl an.

110 Kohlköpfe kamen nach Ahlbershausen und wurden zum Großteil von den Jugendlichen verarbeitet. „Das ist Knochenarbeit“, zog Vorsitzender Warnecke den Hut vor dem Einsatz der Jugend. Gleichzeitig freut er sich, dass gerade die Jugend die Tradition des klassischen Sauerkraut-Herstellens aufrechterhält. (fsd)

So macht man Sauerkraut

Die Sauerkraut-Herstellung funktioniert wie folgt: Auf fünf Kilogramm Kohl kommen zwei Schnapsgläser voll Salz, eine Prise Kümmel und sieben bis acht Wachholderbeeren. Der Kohl wird geschnitten und gehobelt, dann in spezielle Töpfe (Gröpen), gestampft und mit einem Deckel abgedeckt. Das Kraut sollte luftdicht verschlossen sein und mindestens acht Wochen gären. (fsd)

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