Einweihung

System Schlarpe ist komplett: Fotovoltaikanlage fürs E-Dorfauto

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Einen Satz Winterreifen für das Elektroauto im Wert von knapp 900 Euro überreichte die Volksbank Solling, hier (von links) Marc Wunderlich, Sylvia Stänger, Kundenberaterin Silke Wegner und Thomas Friedl.

Schlarpe – „Jetzt ist unser System komplett,“ freute sich Prof. Dr. Thomas Friedl von der Abteilung Carsharing im Verein Gemeinschaftliches Schlarpe: Mit einem symbolischen Knopfdruck wurde die Fotovoltaikanlage auf dem Dach des Dorfgemeinschaftshauses in Betrieb genommen.

Sie liefert den Strom für das Elektro-Dorfauto, das bereits seit Mai den Bürgern aus den Bollert-Orten angeboten und von ihnen genutzt wird.

Friedl sagte dazu, dass solch ein Projekt nur funktioniere wegen der guten Dorfgemeinschaft und der vielen Helfer. Ziel sei eine zukunftsorientierte Infrastruktur für die Bollert-Region. Friedl machte deutlich, dass man nun mit dem Elektroauto umweltfreundlich und zum Nulltarif, was die Energieversorgung angeht, unterwegs sei. Er betonte zudem, dass man das Auto in einem Dorf wie Schlarpe dazu brauche, um in die Zentren wie Göttingen zu gelangen.

Er rechnete vor, dass eine Tour mit dem Elektroauto sechs Euro koste. Voraussetzung ist eine Mitgliedschaft im Verein, die Friedl den Menschen am Bollert wärmstens empfahl und beispielsweise von seinem umweltfreundlichen Pendeln zu seiner Arbeitsstelle nach Göttingen berichtete. Das ist sinnvoller Einsatz von Elektormobilität, hat zudem eine wichtige soziale Komponente mit dem angebotenen Fahrdienst für ältere Menschen und sorgt für die Vernetzung des Dorfes mit den Zentren, sagte Friedl.

Marc Wunderlich, der die Einweihungsfeier im Dorfgemeinschafshaus moderiere, stellte das von ihm entwickelte Buchungssystem vor: Man trägt sich online in den Terminkalender ein und bekommt einen Code zugeschickt, mit dem man am Dorfgemeinschaftshaus den Schlüssel für das Elektroauto aus einem Wandtresor holt. Ganz einfach, warb Wunderlich und rechnete vor, dass man mit dem Handy vor Ort nur etwa anderthalb Minuten benötige, um losfahren zu können.

Grundsätzlich sprach Wunderlich von einem beachtlichen Projekt, dass die Schlarper auf die Beine gestellt haben. Jetzt fehle nur noch das schnelle Internet. Andreas Stänger, Ortsbürgermeister und Vorsitzender des Vereins Gemeinschaftliches Schlarpe, hatte sich anfangs daran erinnert, dass Stephan Hennecke, Uslars Bürgermeister Torsten Bauer und sein Schlarper Vorgänger Berthold Ruwisch Ideen- und Impulsgeber waren, als sie ihn auf den Wettbewerb „Unser Dorf fährt elektrisch“ der Leader-Region aufmerksam gemacht haben.

Stänger lobte das gesamte Team aus dem Dorf, das dafür sorgte, das Schlarpe gewann und das E-Auto vor der Tür steht. Applaus gab es für die ehrenamtlichen Fahrer und die Fahrdienstleitung: Bisher musste noch keine Fahrt abgesagt werden.  fsd

Informationen zum E-Carsharing Schlarpe: e-auto.schlarpe.de

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