Tanz- und Turnfest in Schoningen: Publikum feiert 140 Akteure auf der Bühne

Akrobatische Einlage: Profi-Turner Kevin Wittig und Artistin Viktoria Gnatiulk aus Donezk brauchten nur einen Tisch und zwei Stühle für ihre akrobatischen Höchstleistungen.. Fotos: Porath

Schoningen. Tanz und Turnkunst, wie man sie sonst nur im Fernsehen oder Zirkus sieht, erlebten die Zuschauer beim Tanz- und Turnfestival des SC Schoningen. Vereinsvorstand Jörg Grabowsky präsentierte ein Programm, das von den Zuschauern mit tosendem Beifall belohnt wurde. Den Wettbewerb um den SC Cup gewannen die Senioren-Turner Ernst Niessner und Helmut Wrogemann, 79 und 81 Jahre jung, aus Gießen.

Wer gut vernetzt ist und Beziehungen zu Verbänden und Vereinen pflegt, ist im Vorteil. Das wurde deutlich, als Jörg Grabowsky gleichzeitig die größte Anzahl an Teilnehmern auf der Bühne und den Ausfall einiger Akteure ankündigen musste. 140 Turnerinnen und Turner sowie Tänzerinnen und Tänzer versammelten sich um den SC-Chef, der der die Veranstaltung gemeinsam mit Frauke und Rita Riemenschneider organisiert hatte.

Als ersten Höhepunkt zeigten Profi-Turner Kevin Wittig aus Frankfurt und Artistin Viktoria Gnatiulk aus Donezk in der Ukraine, dass ein Tisch und zwei Stühle für akrobatische Höchstleistungen ausreichen. Die beiden waren als Ersatz für den verletzten Artem Ghazarian eingesprungen und hatten am Vortag zum ersten Mal miteinander geturnt.

Schrauben und Salti

Wittig zeigte mit den SC-Turnerinnen zu Live-Musik der Uslarer „The Voice of Germany“- Sängerin Cheryl Vorsterman van Oijen noch, wie meterhohe Schrauben und Salti auf dem Airtrack gelingen. Der SC hatte sich die 12 Meter lange, drei Meter breite und 22 Zentimeter hohe Luftkissenbahn ausgeliehen, möchte sich das 5 000 Euro teure Gerät aber selbst anschaffen, weil es das Verletzungsrisiko beim Training akrobatischer Turnübungen senken soll. Grabowsky konnte anhand des Sammelbarometers verkünden, dass dazu nicht mehr viel Geld fehlt.

Tanz- und Turnfestival in Schoningen begeistert

Von durch die Luft fliegenden Sportlern über die verschiedensten Tänze und Tanzstile bis zur Akrobatik am Vertikalseil und Mode-Sportarten wie Rope Skipping ließ das Programm den begeisterten Zuschauern zeitweise wenig Luft zum Atmen.

In der nicht ganz ausverkauften Halle belohnten sie die Teilnehmer mit viel Applaus. Dass es dazu nicht immer spektakuläre Übungen braucht, zeigten die ältesten Turner auf der Bühne. Ernst Niessner und Helmut Wrogemann aus Gießen turnten mit Fahnen, Medizinbällen und kleinen Hanteln so eindrucksvoll zur Musik, dass sie mit dem SC Cup belohnt wurden.

Mit sechs von 23 Programmpunkten gelang es dem SC Schoningen einmal mehr, seine eigene Leistungsfähigkeit unter Beweis zu stellen. Die lobte der Vize-Präsident des Niedersächsischen Turnerbundes, Christoph Hannig, und bezeichnete das Tanz- und Turnfestival als Verlängerung des Erlebnisturnfestes in Göttingen. Hier hatten die Schoninger im Sommer nicht nur ehrenamtliche Arbeit geleistet, sondern sich auch mit verschiedenen Gruppen beteiligt. (zyp)

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