Tauwettter und Frost sorgen für extreme Glätte im Uslarer Land

Vorsicht: Renate von Plotho hat große Sorge wegen der Eisfläche auf der Stichstraße im Kleinen Feld. Vor dem Haus, in dem sie wohnt, ist geräumt (Hinten links), der Rest eine einzige Eisfläche. Foto: Schneider

Uslar. Tauwetter tagsüber und Frost über Nacht: Das sorgt im Uslarer Land für extreme Glätte. Das Problem: Nicht überall wird Winterdienst verrichtet. Allerdings hat die Stadt Uslar wegen der Glätte am Donnerstag alles in Bewegung gesetzt, um zu streuen. 

Nicht nur der Bauhof ist unterwegs, auch die von der Stadt beauftragten Unternehmer. Denn vielerorts gibt es große Probleme. Beispiel: Renate von Plotho wohnt im Kleinen Feld in Uslar an einer Sackgasse. Vor dem Haus, in dem sie wohnt, ist geräumt. Drumherum nicht. Wenn die 73-Jährige, die derzeit auch noch auf Gehhilfen angewiesen ist, mit ihrem Hund vor die Tür tritt, ist sie rundherum von blankem Eis umgeben. Bei der Stadtverwaltung bekam sie die Antwort, dass ihr Straßenstück nicht im Winterdienstplan vorgesehen ist. Renate von Plotho: „Ich bin stinksauer.“

Doch das hilft ihr wenig: Tatsächlich gilt in Uslar die Straßenreinigungssatzung: „Innerhalb geschlossener Ortsanlagen wird den Eigentümern der an öffentliche Straßen angrenzenden bebauten und unbebauten Grundstücke die Reinigung der öffentlichen Straßen einschließlich Winterdienst auferlegt“.

Hoffen auf Einsicht

Unterdessen hatte die Stadtverwaltung am Donnerstag angesichts der außergewöhnlichen Lage schon alles losgeschickt, berichtete der zuständige Bereichsleiter Ralf Müller: „Wir machen alles, was wir können.“ Müller verwies dabei aber auch auf die per Satzung geregelten Pflichten der Grundstückseigentümer. Er appellierte an sie, in ihrem eigenen Interesse diesen Pflichten nachzukommen und hofft auf die Einsicht aller.

Die Verpflichtung zum Winterdienst vor der Tür besteht auch dann, wenn man es selbst nicht mehr schafft. Dann muss man jemanden engagieren, auch wenn es Geld kostet, erklärt Müller die Vorschrift.

Ein zusätzliches Problem für den städtischen Winterdienst: Die Räumfahrzeuge kommen oft nicht durch wegen parkender Autos. Beispiele sind die Zigarrenmacherstraße und die Oskar-Zeller-Straße in Uslar. Ralf Müller sagt, dass sich die Stadtverwaltung in der Beziehung aber flexibel zeige. Wenn sich die Anlieger einigen, alle Autos zu einem bestimmten Zeitpunkt wegzufahren, könnte nach gezielter Absprache geräumt werden, versprach der Bereichsleiter.

Ansprechpartner sind bei Winterdienstfragen Bereichsleiter Ralf Müller, Tel. 05571-307102, und Thomas Sattler, Telefon 307165. (fsd)

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