Tilch plant Pflegeheim mit über 100 Betten in Schlarpe

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Große Pläne: Sven Tilch plant in Schlarpe ein Pflegeheim mit über 100 Betten, das im Anschluss an das Haus Eden (hinten links) und rund um den Sinnesgarten, in dem Tilch steht, gebaut werden soll.

Schlarpe. Senioren- und Pflegeheim-Betreiber Sven Tilch will in seinem Heimatort Schlarpe ein Pflegeheim für Demenzkranke und psychisch Kranke bauen.

Damit greift er einen Plan auf, den er vor 20 Jahren schon einmal hatte. Nach seinen Angaben soll auf dem Gelände unterhalb des Hauses Eden, aus dem seine Firma hervorging, ein Neubau entstehen, der aus drei Gebäuden besteht. Geplant ist laut Tilch eine Facheinrichtung mit teilklinischem Bereich und 100 bis 110 Betten.

Sven Tilch betreibt in Südniedersachsen an 14 Standorten 18 Einrichtungen im Bereich Pflegeheime, Seniorenheime, Behinderten-Einrichtungen, Betreutes Wohnen und Ambulante Pflege mit 450 Mitarbeitern.

Das Projekt befinde sich in der Genehmigungsphase. Mit dem Rohbau soll noch dieses Jahr begonnen werden. Im Juli 2016 soll alles fertig sein, sagte Sven Tilch. Er betonte, dass er nicht hinter dem Kauf des ehemaligen Krankenhauses in Uslar stecke, das vor kurzem veräußert worden ist.

Die Kosten für die neue Einrichtung gab Tilch mit über sieben Millionen Euro an. Die Zahl der neuen Arbeitsplätze liegt nach seinen Angaben zwischen 90 und 95. Der Anteil der Fachkräfte betrage 75 Prozent. Das neue Heim sei auf die Fachärzte im Uslarer Land angewiesen und auf die Rettungssysteme sowie die großen Krankenhäuser wie das Göttinger Uni-Klinikum.

Die Lage seines neuen Projekts nicht weit von der neuen Bundesstraße B 241 mache eine schnelle Akutversorgung möglich, rechtfertigt er den Standort Schlarpe. Zudem lasse sich dort sein Konzept mit „Kontrolliertem Lebensraum“ statt geschlossener Einrichtungen gut umsetzen.

Zu dem Konzept mit dem psychiatrischem Bereich gehören auch Außenwohngruppen in Volpriehausen und Uslar. Tilch spricht von einer Größenordnung von sechs bis zehn kleinen Gruppen. Hinzu kämen Tagespflegestätten, die mit den Wohnungen dann Mehrgenerationenhäuser bildeten.

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