Tore Straubhaar ist der erste Ranger im Solling

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Erster Ranger im Naturpark: Der Ranger deutet auf seinen Arbeitsschwerpunkt mitten im Naturpark Solling-Vogler hin. Im Bild (von links) Christine Bossow, Theo Wegener, Tore Straubhaar, Kurt Hapke, Uwe Ahrens und Christoph Lahner.

Neuhaus. Mit den Rangern, wie man sie aus großen Naturschutzgebieten in Kanada oder den Vereinigten Staaten kennt, hat Tore Straubhaaar als erster Solling-Vogler-Ranger fast nichts gemeinsam. Er soll die Region in erster Linie touristisch voranbringen.

Als Hüter eines Landschaftsraumes, wie sich der Begriff übersetzen lässt, ist er nur bedingt zu betrachten. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts gibt es in Deutschland Ranger. Im Allgemeinen tragen sie zum Erhalt der heimischen Tier- und Pflanzenwelt bei, engagieren sich für den Umweltschutz und informieren Besucher über Natur und Lebensräume.

Tore Straubhaar, der seit dem 7. November für fünf Jahre mit einer halben Stelle als Ranger im Naturpark Solling-Vogler tätig ist, ist Diplom-Ingenieur für Landschaftsarchitektur. Er wurde 1969 in Lemgo geboren und studierte in Höxter. Seine Diplomarbeit schrieb er über ein Mountainbike-Netz im Solling. Er ist ledig und lebt in Höxter. Gearbeitet hat er in verschiedenen Projekten im Schwarzwald und im Harz, sagte er bei der Vorstellung am Donnerstag im Haus des Gastes in Neuhaus.

Fördergeld der EU

Zustande gekommen ist die Anstellung durch den Zweckverband und die finanzielle Förderung durch ein Leader-Kooperationsprojekt der Europäischen Gemeinschaft. In der aktuellen Förderphase zwischen den Regionen Harzweserland und Solling-Vogler gab es einen Bewilligungsbescheid über 37 000 Euro, bestätigten Naturpark-Geschäftsführer Kurt Hapke, die beiden Leader-Regional-Manager Christine Bossow (Solling-Vogler/Holzminden) sowie Christoph Lahner (Harzweserland/Northeim) und dessen Vorsitzender Uwe Ahrens, Bürgermeister der Gemeinde Kalefeld-Lindau. Die Kofinanzierung leistet der Naturpark.

Straubhaar soll als Solling-Vogler-Ranger daran arbeiten, Landschaftswerte stärker erlebbar zu machen. Dazu gehört unter anderem die Mitarbeit an neuen Angeboten sowie themenspezifische Führungen und Veranstaltungen.

Stark machen will er sich zunächst für das Ziel, dass der Bereich Solling-Vogler Niedersachsens erste „Qualitätsregion Wanderbares Deutschland“ wird. Das ist ein Gemeinschaftsprojekt des Tourismus-Zentrums des Vereins Solling-Vogler-Region (SVR) im Weserbergland, des Zweckverbandes Naturpark Solling-Vogler sowie der Niedersächsischen Landesforsten und von „immenser Bedeutung“, sagten Naturpark-Chef Kurt Hapke und SVR-Chef Theo Wegener. Bei dem Projekt soll Straubhaar tatkräftig mitwirken und die Entwicklung der Qualitätsregion in verschiedenen Arbeitsschritten begleiten.

Ein Dutzend Bewerber

Bisher sei der Naturpark im Vergleich zu anderen Parks in Deutschland – was die Förderung angeht – eher stiefmütterlich behandelt worden, sagte Hapke. Durch den Ranger seien jetzt sicher neue Ideen und Projekte möglich. Straubhaar will unter anderem auch Bindeglied zu Ehrenamtlichen sein und sieht ein Aufgabengebiet in der barrierefreien Erlebbarkeit des Naturparks an vielen Stellen.

Die Ranger-Stelle war ausgeschrieben. Straubhaar sei aus einem Dutzend Bewerbern wegen seiner Kompetenz und guten Ortskenntnis ausgewählt worden.

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