Generationswechsel und neue Strukturen in der Christlichen Drogentherapie

Trio führt das Neue Land

Wollen sich künftig gemeinsam für das Neue Land aus dem Fenster lehnen: Michael Lenzen (von links), Eberhard Ruß und Erhard Nack. Sie bilden den neuen Vorstand. Foto: privat/nh

Amelith. Über 40 Jahre lang war Jochen Buhrow (68) aus Hannover das Gesicht der christlichen Drogentherapieeinrichtung Neues Land. Jetzt gab er seinen Chefposten ab. Erstmals in der Geschichte des Neuen Landes wurden ein geschäftsführender Vorstand und ein Aufsichtsrat gewählt.

Vorstandsvorsitzender ist Eberhard Ruß (49), der seit Jahren Leiter des Therapiehauses in Amelith ist. Er bildet zusammen mit Michael Lenzen (Hannover) und Erhard Nack (Schorborn), der bereits im alten Vorstand tätig war, gleichzeitig das neue hauptamtliche Vorstands-Trio.

Aus dem Neuen-Land-Vorstand ausgeschieden sind Rainer Zitzke (bisher Vorsitzender), Geschäftsführer Buhrow, Siegbert Schkalee (Verwaltungsleiter) und Detlef Rodekohr (Kassierer). Dem neuen Aufsichtsrat gehören Hans-Joachim Bode (Köln), Martin Schäfer (Hannover) und Erdwin Dähnhardt (Uslar) an.

40-Jahr-Feier in Hannover

Jochen Buhrow soll am morgigen Donnerstag, 17. Mai, bei der zentralen 40-Jahr-Feier des Neuen Landes auf dem Gelände der freikirchlichen Gemeinde Hannover (Walderseestraße 10) verabschiedet werden. Beginn des Tages der Begegnung am Himmelfahrtstag, der sonst immer in Amelith stattfand, ist um 14 Uhr. Das Therapiehaus Amelith bietet für Interessierte aus der Region eine Mitfahrgelegenheiten an. Anmeldungen dazu werden unter Telefon 05572-540 notiert.

Eberhardt Ruß – verheiratet, vier Kinder – bleibt weiterhin in Amelith wohnen. Er will seinen Posten von seinem Heimatort aus koordinieren. Laut Ruß erlebt das Neue Land derzeit tiefgreifende Veränderungen. Dazu zählen unter anderem die finanzielle Sanierung sowie die Anpassung der Organisations- und Leitungsstruktur der Einrichtung.

50 Mitarbeiter

Im Neuen Land arbeiten laut Ruß 50 hauptamtliche Mitarbeiter sowie 180 Ehrenamtliche in Einrichtungen in Hannover, Schorborn und Amelith. Hauptziel der christlichen Therapieeinrichtung ist es, ehemaligen Drogenabhängigen nach einer entsprechenden Betreuung ein drogenfreies Leben zu ermöglichen. Dazu gehören unter anderem eine geordnete Sozialstruktur und ein Arbeitsplatz.

„Für den Prozess des Wachstums und der Veränderungen sind wir weiterhin auf finanzielle Hilfe von Förderern und die Mitarbeit von ehrenamtlichen Helfern angewiesen“, sagt Eberhard Ruß. (jdx)

www.neuesland.de

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