Sollingschüler tüfteln im neuen Chemielabor

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Experimentieren: Schulleiter und Chemielehrer Jürgen Nolte (links) freut sich mit den Neuntklässlern Jannik Fricke, Adrian Benslimane, Aaron Seeger und Pascal Kalfa über die neuen Arbeitsplätze im Chemieraum.

Uslar. Bislang mussten die Schüler der Uslarer Sollingschule (Haupt- und Realschule) meist notgedrungen zuschauen, wenn ihre Chemielehrer, Jürgen Nolte oder Fleur Buthe, experimentierten. Künftig können die Schüler der 17 Klassen im Chemieunterricht selbst aktiv werden.

Im neuen Anbau des Chemierfachraums stehen 14 Arbeitsplätze mit Gas-, Strom- und Wasserversorgung sowie einer Absaugvorrichtung für Versuche zur Verfügung. Die Idee dazu hatte Schulleiter Jürgen Nolte, der selbst Chemielehrer ist, bereits vor fünf Jahren.

Weil der Chemieraum zu klein war, musste ein eineinhalb Meter breiter Anbau her. Entlang dessen Fensterfront befinden sich nun die neuen Arbeitsplätze. Die Ausstattung inklusive einer durchgehenden feuerfesten und säurebeständigen Arbeitsplatte sei ganz individuell geplant, betonte Nolte.

170.000 Euro investierte der Landkreis Northeim als Schulträger in das Projekt. „Das Geld ist hier richtig ausgegeben“, befand Landrat Michael Wickmann, der wie Architekt Hans-Jürgen Kohrs (Delliehausen) zur Einweihung gekommen war.

Schulleiter Nolte legt großen Wert darauf, dass die Schüler selbst chemische Versuche durchführen. „Lernen kommt von Begreifen“, sagte er. Mit der neuen Ausstattung sei nun ein moderner Chemieunterricht möglich.

Es sei wichtig, dass der naturwissenschaftliche Bereich gestärkt werde, zumal die Sollingschule Oberschule werden will. Bevor die von der Cafeteria AG vorbereiteten Schnittchen verzehrt wurden, führten vier Neuntklässler Versuche vor und ließen zum Beispiel Magnesium brennen.

Ausstattung soll Spaß am Lernen fördern

Es sei wichtig, die Schulen so zu auszustatten, dass Schüler Spaß am Lernen haben, sagte Landrat Wickmann. Ebenso wichtig sei ein breites Angebot, damit Schüler ihre Fähigkeiten ausprobieren können. „Industrie und Handwerk brauchen junge Menschen mit technischem Verständnis“, sagte Wickmann und schloss seine Ansprache mit einem Rat an die Schüler: „Was ihr hier lernt, nimmt euch keiner mehr weg.“ (shx)

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