Prüfingenieur bescheinigt sehr guten Zustand

Klimaturm im ErlebnisWald ist technisch topp

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Der Klimaturm im ErlebnisWald: 40 Meter hoch, zehn Stockwerke und ausschließlich aus Lärchenholz und Stahl errichtet. Martin Speich (kleines Bild) hat das Bauwerk von 1999 in Augenschein genommen und dabei auch neuralgische Punkte an Verbindungen überprüft.

Schönhagen. Die Weltausstellung Expo 2000 in Hannover stand vor zwölf Jahren unter dem Motto der Nachhaltigkeit. Der Erlebnis-Wald bei Schönhagen war eines der dezentralen Projekte. Es besteht noch heute und hat ein Markenzeichen: Den 40 Meter hohen Klimaturm.

Der wurde erstmals nach der Inbetriebnahme im Herbst 1999 jetzt von einem Fachmann kontrolliert.

Das Fazit von Prof. Dr. Martin Speich (Hannover) fällt nach der knapp einstündigen Prüfung äußerst erfreulich aus. „Der Turm ist tipptopp in Ordnung. Das Bauwerk ist äußerst gut konstruiert, viele Feinheiten sind sehr gut bedacht worden“, lobt der Prüfingenieur, der vom Verein ErlebnisWald bestellt wurde.

Damit meint er etwa Tropfkanten am Lärchenholz, die Abdeckung aller waagerecht verarbeiteten Holzteile und genügend Abstand an den Holz-Metall-Verbindungen. Feuchtigkeit, Dreck und Laub können durch die so mögliche Belüftung kaum Schaden am Holz anrichten.

Entwurf aus Buxtehude

Die durchdachte Konstruktion – den Entwurf lieferten der damalige Student Stefan Feuerstein, Architekt war Prof. Dr. Armin Troiber (beide Buxtehude) – ist nach Ansicht des Experten der Grund für den sehr guten Zustand des imposanten Bauwerks, das vor zwölf Jahren von einer Firma aus dem Emsland errichtet wurde.

227 Holzstufen führen innerhalb der Holz- und Stahlkonstruktion über zehn Etagen hinauf zu den Gipfeln der Bäume in unmittelbarer Umgebung. „Von oben hat man einen herrlichen Blick ins Ahletal“, lobt Heinrich Sielhorst vom Vorstand des Vereins Erlebnis-Walds, der von der unteren Bauaufsichtsbehörde des Landkreises Northeim zu der Überprüfung aufgefordert wurde. Schließlich besteigt fast jeder Besucher des Erlebnis-Waldes den Turm. Über 10 000 Turmkletterer dürften es in den vergangenen Jahren gewesen sein, schätzt Sielhorst.

Martin Speich will dem Verein und auch dem Landkreis seinen Prüfbericht vorlegen und empfiehlt die nächste technische Überprüfung in fünf Jahren. In den nächsten Wochen werden sich Arbeiter des Bauhofs der Stadt Uslar mit einem Kletterseil am Klimaturm abseilen und alle Schrauben kontrollieren.

Das ist schon mehrmals gemacht worden, weil das Bauholz vor allem in den ersten Jahren ein wenig „gearbeitet“ hat.

Von Jürgen Dumnitz

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