Mehr als 300 Besucher kamen am Freitag zum Uslarer Neujahrsempfang

Uslar blickt nach vorn

Luca Fischbach

Uslar. Abergläubisch sind die Uslarer nicht. Im Gegenteil: Man sei so optimistisch, das vermeintliche Unglücksdatum – Freitag, den 13. – als gutes Omen zu nehmen, sagte Matthias Riemer zur Begrüßung der mehr als 300 Besucher des Uslarer Neujahrsempfangs.

Das seit Jahren beliebte gesellschaftliche Ereignis wäre fast ausgefallen. Denn Bürgermeisterin Martina Daske hatte den Neujahrsempfang, den bislang Stadt und Stadtjugendring ausrichteten, aus organisatorischen Gründen bereits abgesagt. An der Wurstbude sei die Idee entstanden, dennoch einen Empfang am Anfang des Jahres zu organisieren, berichtete Riemer als Vorsitzender der Wirtschaftsinitiative Region Uslar und das Publikum im Mercedes-Autohaus, das das Unternehmen Siebrecht zur Verfügung gestellt hatte, applaudierte.

Die Aufgabe des Rückblicks übernahm auf sehr unterhaltsame Weise Jörg Grabowsky, der davor warnte, unablässig düstere Bilder der Zukunft zu malen. „Es braucht tatsächlich viele Ideen“, sagte Grabowsky und verwies auf Probleme wie Sorgen um den Erhalt des Krankenhauses. Aber wer aufmerksam durch das Uslarer Land gehe, finde auch andere, schöne Dinge. Was 2011 durch den Einsatz der Einwohner alles geschafft wurde, zeigte die folgende Bilderreise durch alle Ortschaften von A wie Ahlbershausen, wo die Einwohner nach der ausgefallenen Ortsratswahl ein Ortsrad bauten, bis W wie Wiensen, wo wie andernorts die Übernahme des Dorfgemeinschaftshauses gelungen ist.

Mit den Augen eines 13-Jährigen schauten die Uslarer ins Jahr 2012. Luca Fischbach berichtete, dass er selbst zu Fuß zur Schule gehen könne und dies auch allen Kindern der Dörfer wünsche. Toll sei, dass überall in den Ortschaften etwas passiere. „Aber ihr Großen müsst euch kümmern, damit das so bleibt“, sagte der Schüler und nannte als ein Sorgenkind das Badeland. Er habe zu Weihnachten eine Badehose bekommen. „Die will ich auch in Uslar zeigen“, so der 13-Jährige und meinte zum Publikum: „Ich wünsche allen ein tolles Jahr 2012. Seid nützlich.“

„Gute Gespräche miteinander und nicht über einander“, wünschte Matthias Riemer und schloss mit einer Bitte an die Politik, „nicht Partei- sondern Sachpolitik für die Region wäre ratsam.“ (shx)                    SIEHE BILDERSEITE

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