SC Schoningen und Tuspo Verliehausen

Protest aus dem Uslarer Land gegen Beitragserhöhung des Landessportbundes

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Brachten ihr Anliegen vor: Mario Renneberg (von links) vom Tuspo Verliehausen und Jörg Grabowsky vom SC Schoningen mit dem Vorsitzenden des Landessportbunds Niedersachsen, Reinhard Rawe in Northeim beim Kreissportbund.  

Am Samstag, 17. November, soll in Osnabrück über die geplante Beitragserhöhung des niedersächsischen Landessportbundes (LSB) abgestimmt werden. Protest gibt es aus dem Uslarer Land.

Die Vorsitzenden des SC Schoningen, Jörg Grabowsky, und des Tuspo Verliehausen, Mario Renneberg, lehnen diese ab.

„Die Vereine stehen vor grundlegenden und existenziellen Problemen“, unterstreichen die beiden Vereinsvertreter. Die kleineren Vereine müssten ernsthaft rechnen, wie sie den Heizöltank für den Winter füllen können. „Wir brauchen Übungsleiter, Trainer und auch Menschen, die lieber Sport treiben als Fernsehen.“

Zum 1. Januar 2020

Nach den Planungen des LSB sollen die Beiträge für Jugendliche von 2,60 Euro pro Mitglied auf 2,90 Euro steigen und für Erwachsene von 3,80 Euro pro Mitglied auf 4,30 Euro. Die neuen Beiträge sollen zum 1. Januar 2020 in Kraft treten.

Hintergrund für die Erhöhungspläne des Landesverbandes seien weitergehende Aufgaben, die der Verband angehen wolle. Das habe ein Gespräch mit dem LSB-Vorstandsvorsitzenden Reinhard Rawe ergeben, sagte Grabowsky. Unter anderem habe er die Erhöhung damit begründet, dass der Landessportbund und seine Mitgliedsorganisationen ihr Engagement in Themenfeldern wie Integration, Inklusion, demografischer Wandel, Prävention von Gewalt und Extremismus, Sucht- und Dopingprävention weiter ausbauen und intensivieren müsse.

Vorsitzender ärgert sich

Dies entspreche einer Erwartungserhaltung der Politik und der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung. „Jetzt müssen wir uns neben den großartigen behördlichen Errungenschaften, wie GEMA, Rentenversicherung, Genehmigungen und so weiter auch noch mit den kreativen Ideen der eigenen Verbände rumschlagen“, ärgert sich Grabowsky.

Vor Ort bleibe nur ganz wenig Zeit für große politische Ziele wie der Spitzensportreform und viele andere nützliche Grundgedanken. Im Übrigen seien Sportvereine nicht für alle gesellschaftlichen Probleme zuständig, fuhr Grabowsky fort.

Schwer zu vermitteln

Eine Betragserhöhung für diese Zwecke könnten die Vereinsvertreter den Mitgliedern nur sehr schwer vermitteln. „Auch wenn ihnen voraussichtlich nichts anderes übrig bleibt.“ 

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