Blaulicht

Nächtliches Chaos in Sohlingen: Mann lässt 100 Kühe, 25 Kälber und zwei Pferde frei

In Sohlingen im Kreis Northeim sind in der Nacht 100 Kühe, 25 Kälber und zwei Pferde freigelassen worden. (Symbolbild)
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In Sohlingen im Kreis Northeim sind in der Nacht 100 Kühe, 25 Kälber und zwei Pferde freigelassen worden. (Symbolbild)

Pferde- und Rindviehhalter in Sohlingen (Landkreis Northeim) waren Montagnacht in heller Aufregung. Ein Mann hatte mehrere Pferde, Kühe und Rinder aus ihren Ställen ins Freie getrieben.

Sohlingen - Um 1.55 Uhr zeichnete eine Videokamera einen Mann im Uslarer Ortsteil Sohlingen (Kreis Northeim) dabei auf, wie er eine unverschlossene Tür eines Pferdestalls eines Hauses an der Bleichstraße öffnete. Er trieb die Tiere aus ihrem Stall ins Freie.

In derselben Nacht wurden aus einem Kuhstall eines Aussiedlerhofes in der Verlängerung der Feldstraße in Sohlingen anschließend rund 100 Kühe und 25 Kälber aus ihren Ställen und Boxen freigelassen. Der Täter hatte laut Polizei zuvor alle Verriegelungen der Stallanlagen geöffnet und das Rindvieh ebenfalls ins Freie getrieben.

Nächtliches Tier-Chaos in Sohlingen: Der 22-jährige Täter kam aus Goslar und ist zur Zeit wohnungslos

Die Polizei konnte den 22-jährigen Wohnungslosen, der aus dem Raum Goslar stammt, als Täter ermitteln. Er wurde bereits am Freitag von einer Streife in der Sohlinger Gemarkung kontrolliert.

Der 22-Jährige hat gegenüber den Uslarer Polizeibeamten in einer Vernehmung die Taten inzwischen eingeräumt. Er sei der Ansicht, dass die Tiere in Freiheit leben müssten, hieß es zu seinem Motiv für die Taten.

Die Polizei ermittelt jetzt gegen den Mann wegen Hausfriedensbruch. Die Höhe des wirtschaftlichen Schadens müsse noch ermittelt werden, heißt es von der Polizei.

Der Pferdebesitzer hatte seine zwei Pferde bald wieder im Stall. Das freigelassene Rindvieh, darunter auch trächtige Kühe und junge Kälbchen, bemerkten Angehörige der Landwirtsfamilie an ihrem Aussiedlerhof gegen 5.30 Uhr. Bis gegen 8 Uhr seien alle Tiere, die auf Wiesen und Wegen am Strutberg herumliefen, wieder im Stall gewesen, hieß es auf Nachfrage von den Eigentümern. Zwei Kühe seien an den Zitzen verletzt. (Jürgen Dumnitz)

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