Nicht genügend Sänger

Abschied von Waldesgrün: Uslarer Gesangverein wird aufgelöst

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Aschiedstreffen beim Volkschor Waldesgrün: Im Hotel Menshausen kamen noch einmal 30 Mitglieder zusammen, im Hintergrund singt das Quartett mit (von links) Jörg von Poser, Wolfgang Gronwald, Hans Sroka und Dirk Borchert. 

Uslar. Im Kaminzimmer im Hotel Menzhausen endete ein Stück Vereins- und Musikgeschichte der Stadt Uslar: Der Volkschor Waldesgrün traf sich dort zum letzten Mal vor der Vereinsauflösung.

Ende des Jahres gibt es den traditionsreichen Chor nicht mehr – außer in der Erinnerung. Als Dankeschön für die Treue und zum Abschied waren alle Mitglieder zum Essen eingeladen. 30 Personen umfasste schließlich das letzte offizielle Treffen, zu dem Vorsitzender Walter Leder begrüßte. Zu dem Anlass gab es sogar die letzte Ausgabe des Mitteilungsblattes „Der Sangesfreund“ vom Volkschor Waldesgrün Uslar mit der Einladung zur Verabschiedung im Hotel Menzhausen.

Es war nochmals eine gemütliche Runde, wenngleich ein wenig Wehmut zu spüren war. Doch mit zuletzt 14 Sängerinnen und Sängern hatte es keinen Zweck mehr, hieß es schon Ende vorigen Jahres, als der Singbetrieb eingestellt wurde. Der traditionsreiche Chor war 1909 als Arbeiter-Bildungsverein Vorwärts gegründet worden. Zu den besten Zeiten hatte Waldesgrün einen Männerchor, einen Frauenchor und einen gemischten Chor und füllte TSG-Halle und St.-Johannis-Kirche mit seinen Konzerten.

Die Abschiedsveranstaltung sollte aber nicht ohne Chorgesang über die Bühne gehen. Dafür sorgte ein Quartett mit dem früheren Waldesgrün-Chorleiter Hans Sroka und den Waldesgrün-Sängern Jörg von Poser, Wolfgang Gronwald und Dirk Borchert mit einem Abschiedsständchen, für das es viel Applaus gab.

So ganz vorbei soll es aber auch nicht sein mit Waldesgrün: Die Frauen haben verabredet, sich immer am dritten Mittwoch im Monat ab 15 Uhr im Hotel Menzhausen zu treffen, die Einladung gilt für alle, die zu Waldesgrün gehörten.

Eine wichtige Person fehlte beim Abschiedsessen: Willi Jordan, langjähriger Vorsitzender von Waldesgrün, konnte krankheitsbedingt nicht teilnehmen. Waldesgrün wollte aber eine Abordnung zu ihm schicken, um vom Abschied zu berichten.

Was übrig bleibt von Waldesgrün gehts ans Museum in Uslar: Unterlagen wie Chronik und die Vereinsfahne. (fsd)

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