Projekt junger Frauen

Aktion zum Weltfrauentag in Uslar: Plakate für mehr Gleichheit

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Plakataktion zum Weltfrauentag; Uslars Gleichstellungsbeauftragte Yvonne Pischel (oben, rechts) mit den Initiatorinnen Elisabeth Bergmann (vorn, rechts), Patricia Kerl (vorn, links) und Amelie Zufuß (oben, links). Es fehlt Marla Diedrichs.

Uslar. Zum Weltfrauentag am Donnerstag haben junge Frauen aus Uslar Plakate gestaltet, um auf die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern aufmerksam zu machen.

Außerdem soll so an bedeutende Frauen und ihr Wirken erinnert werden. Im Vorfeld beschäftigten sich die vier jungen Frauen im Alter von 15 bis 17 Jahren – Elisabeth Bergmann, Marla Diedrichs, Patricia Kerl und Amelie Zufuß – mit bekannten Frauen, die durch ihr Wirken und ihre Arbeit Einfluss auf die Rolle der Frau in der Gesellschaft genommen haben und gegen Ungerechtigkeiten und Ungleichheit gekämpft haben.

So zieren fünf Frauen, die als Vorbilder gesehen werden können, die Plakate: Coco Chanel (international bekannte Modedesignerin und Unternehmerin), Waris Dirie (Model somalischer Herkunft, Bestseller-Autorin und Menschenrechtsaktivistin im Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung), Amelia Earhart (US-amerikanische Flugpionierin und Frauenrechtlerin), Rosa Luxemburg (die wohl berühmteste Sozialistin) und Rosa Parks (US-amerikanische Bürgerrechtlerin). Auf jedem Plakat sind Porträt, Zitat und Information über die Person enthalten.

Beispiel: Lohnunterschied

Den vier jungen Frauen aus Uslar ist es ein wichtiges Anliegen, auf Ungleichheiten aufmerksam zu machen. Obwohl es Gleichberechtigung geben sollte, sind die Geschlechter noch nicht gleichgestellt, sagen sie. Populäre Beispiele aus Deutschland sind ihrer Meinung nach der Lohnunterschied zwischen Männer und Frauen und die Diskussion um die Frauenquote.

Aus Sicht der Jugendlichen sollte jede Frau gleichgestellt sein. Auch existierten in der Gesellschaft weitere Benachteiligungen und benachteiligte Gruppen, mit denen sie sich beschäftigten. Die Plakate sollen Mut machen, für Menschenrechte und Gleichberechtigung einzutreten.

Die fünf Frauen auf den Plakaten stünden symbolisch für alle anderen Menschen, die sich für Gleichheit, Gerechtigkeit und positive Veränderung eingesetzt haben und einsetzen. Den Jugendlichen ist wichtig, „dass jede Frau (und jeder Mann) dazu beitragen kann, die Welt positiver zu gestalten“. Das fange im alltäglichen Leben an.

Die Jugendlichen berichten, durch das Projekt viel über die Persönlichkeiten und die vergangenen Umstände und Widrigkeiten, in denen sie gelebt haben, kennengelernt zu haben. Aber auch heute sei es wichtig, Stellung zu beziehen wie Waris Dirie im Kampf gegen Genitalverstümmelung von Mädchen.

Unterstützung von zwei Seiten

Unterstützung der jungen Frauen kam aus Uslar von der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt, Yvonne Pischel, und Stadtjugendpfleger Kristian Thiemann. Bei der Gestaltung des Plakates lieferte Steven Günther hilfreiche Tipps. Die Idee für das Projekt stammt von den Jugendlichen selbst, die sich an den Stadtjugendpfleger gewendet hatten. Gemeinsam arbeiteten sie die Ideen aus und holten die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt mit dazu. Yvonne Pischel findet die Aktion denn auch bemerkenswert und hat das Engagement der Jugendlichen nach ihren Worten „sehr gern unterstützt“.

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