Alle Uslarer Ratsfraktionen fordern mehr Geld für Flüchtlinge

Uslar. Die Fraktionen im Uslarer Stadtrat sind sich einig: Für die Flüchtlingssozialarbeit muss mehr Geld her. In einem gemeinsamen Antrag haben sich alle Fraktionen von CDU, SPD und UWG und Bunte Ratsgruppe Uslar (BRU) dafür ausgesprochen, für 2015 dem Familienzentrum Uslar 2500 Euro für diesen Bereich zu geben.

Dieser Betrag soll in Absprache mit dem Familienzentrum dazu dienen, die Flüchtlingssozialarbeit und die Integrationshilfe in Uslar zu intensivieren, steht im Antrag der Uslarer Ratsfraktionen.

Wie SPD-Chef Dr. Hermann Weinreis im Namen aller Fraktionen mitteilt, begrüßt die Politik die bisherigen Aktivitäten des Familienzentrums und des Arbeitskreises MIK (Migration-Integration-Kommunikation) sowie anderer helfender Organisationen einschließlich der Stadtverwaltung zur Betreuung von Flüchtlingen in Uslar. Das werde auch anerkannt.

Nach wie vor fehle es aber „an einer professionell ausgerichteten Willkommenskultur von Ortsfremden nach Vermittlung einer Wohnungsadresse in unserer Stadt. Für Migranten ist die Knüpfung eines noch dichteren Netzes von lebenspraktischen Angeboten und Hilfestellungen sozialer und sprachlicher Art von größter Bedeutung.“

Die Zahl der Uslar zugewiesenen Asylbewerber und Flüchtlinge dürfte in nächster Zeit nach den Ankündigungen des Landkreises weiter steigen. Das Familienzentrum ist nach Ansicht der Ratsfraktionen der Kompetenz, den Öffnungszeiten und den Räumlichkeiten nach eine angemessene Adresse der effektiven Förderung und Umsetzung dieses Konzeptes.

Dabei wäre die Funktion eines Integrationsbeauftragten als professionelle Anlaufstelle und Verknüpfung des ehrenamtlichen mit dem hauptamtlichen Engagement denkbar. Ebenso gebe es im Familienzentrum bereits vielfältige Erfahrungen mit sprachlich-kulturellen Integrationsgruppen, so dass die Einrichtung einer höheren Zahl von dringend benötigten Deutschkursen für Anfänger machbar erscheine, steht im Antrag.

Anzustreben sei eine in der Höhe sich ergänzende Förderung durch den Landkreis, in dessen Zuständigkeit und Verantwortung die Unterbringung und Versorgung der Migranten liegt, heißt es in der Antragsbegründung. Diese Verantwortung werde sicher auch von der neuen Koordinierungsstelle beim Landkreis „Migration und Teilhabe“ wahrgenommen. Dazu fordern die Uslarer Ratsfraktionen eine sinnvolle Ergänzung durch lokale Aktivitäten. (fsd)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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