Wartezeiten sind Geschichte

Postberg-Ampel in Uslar ist abgebaut: Verkehrssituation seitdem entspannter

Von der Postberg-Ampel in Uslar ist nur noch eine Fußgängerampel übrig geblieben. Ein Lastwagen passiert gerade die Kreuzung, vorn weist ein Schild auf die geänderte Situation hin.
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Verkehrsführung geändert: Lange Staus und Wartezeiten vor den einst vier Ampelanlagen am Uslarer Postberg (Kreuzung Albert-Schweitzer-Straße, Bella Clava, Bahnhofstraße) sind Vergangenheit. Nach dem lange geforderten Abbau der kompliziert geschalteten Lichtzeichenanlage läuft der Verkehr jetzt aus allen Richtungen rund. Für Fußgänger gibt es fürs Überqueren der Bundesstraße eine Bedarfsampel (vorn).

Die Verkehrssituation am Postberg in Uslar ist seit dem Abbau der Ampel im Kreuzungsbereich Albert-Schweitzer-Straße, Bella Clava, Bahnhofstraße deutlich entspannter geworden.

Uslar - Lange Staus vor der Postberg-Ampel in Uslar, gestresste Verkehrsteilnehmer in den Fahrzeugen und erhöhte Umweltbelastung durch laufende Motoren während der Rotphasen gehören der Vergangenheit an. Jetzt läuft es rund, heißt es von vielen Verkehrsteilnehmern, die sonst regelmäßig die langen Wartezeiten beklagten. „Wir haben keine Auffälligkeiten seit der geänderten Verkehrsführung festgestellt, es gibt keine Klagen oder Anfragen, und so gehen wir von einer großen Akzeptanz aus“, sagte Uslars Polizeichefin Cornelia Klausch auf Anfrage. Die jetzige Lösung scheine die beste für Fußgänger und alle anderen Verkehrsteilnehmer zu sein.

Eine Spezialfirma hat die alte Lichtzeichenanlage seit Anfang August im Auftrag des Landkreises Northeim abgebaut und die neue Fußgänger-Bedarfsampel installiert. Jetzt sind alle Arbeiten abgeschlossen, gekostet hat die Aktion den Kreis 55 000 Euro.

Nach dem Plan der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (Geschäftsbereich Gandersheim) wurden die Arbeiten in zwei Abschnitten organisiert.

Seit mehreren Jahren forderten Verkehrsteilnehmer und auch die Lokalpolitik eine Änderung der Ampelregelung am Postberg auf der Bundesstraße 241, die nach nicht aktuellen Zählungen täglich bis zu 8500 Fahrzeuge passieren. Während der Ferienzeit wurde die von Anfang an umstrittene Anlage zuletzt meist abgeschaltet. Immer dann hieß es, dass der Verkehr störungsfrei fließe und vor allem unsägliche Wartezeiten vor den Ampeln entfielen. Aus verschiedenen Gründen kam es immer wieder zu Verzögerungen.

Der jetzt abgeschlossene Umbau der Ampeln sei auch ein Beitrag zum Umweltschutz, hieß es im März dieses Jahres bei der Vorstellung des Umbau-Projektes durch den Landkreis Northeim als zuständige Verkehrsbehörde. Man versprach sich von der Neuregelung einen wesentlich verbesserten Verkehrsfluss, hieß es damals.

Der beklagenswerte Zustand mit der Postberg-Ampel sorgte in der Vergangenheit oft für Unmut und bei der Heimatzeitung auch für zahlreiche Leserbriefe, die sogar in Gedichtform eingereicht wurden. Und selbst beim Karneval im Uslarer Land waren die Postberg-Zustände über Jahre ein „gefundenes Fressen“ für die Büttenredner.

Von Jürgen Dumnitz

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