Nur in den Sommerferien

Ampel am Postberg in Uslar abgeschaltet: Zustimmung und weniger Staus

Uslar. Die Ampel auf dem „Postberg“ in Uslar bleibt während der Sommerferien abgeschaltet. Diese Nachricht sorgt in der Bevölkerung für breite Zustimmung, auch Stadtverwaltung und Lokalpolitiker sowie die Polizei sind zufrieden mit der Lösung.

Zum einen ist die Ampelanlage für die Kreuzung der Bahnhofstraße, Bella clava und Albert-Schweitzer-Straße seit jeher umstritten, weil sie den Verkehrsfluss hemme. Zum anderen sorgt sie vor allem zu Hauptverkehrszeiten seit Einrichtung der Großbaustelle Wiesenstraße für enorme Rückstaus Richtung Innenstadt.

Der Antrag zum Abschalten kommt aus dem Polizeikommissariat Uslar. Dessen Leiterin Martina Stülzebach hat ihn gestellt, vor allem, um die durch die Baustelle Wiesenstraße bedingten Rückstaus in die Stadt zu verhindern. Die kurzfristige Regelung ist vom Landkreis als Straßenverkehrsbehörde beschlossen worden, gilt aber vorerst nur in den Sommerferien.

Hintergrund für diese Lösung ist, dass hauptsächlich für Grundschüler vom Eichhagen nach den Sommerferien die Ampel wieder angeschaltet wird, damit sie die Bahnhofstraße sicher überqueren können.

Die Sicherheit der Fußgänger rückt im Zusammenhang mit der umstrittenen Ampelanlage immer wieder in den Mittelpunkt: Das zuständige Straßenbauamt Bad Gandersheim hat die Anlage immer mit diesem Argument gerechtfertigt und alle Versuche abgewiesen, die Ampel ganz abzustellen.

Unterdessen verfolgen die Uslarer Polizei, Verwaltung und Lokalpolitik den Ansatz, die Ampel nur noch als Bedarfsampel für Fußgänger zu behalten. So bleibe die Sicherheit der Fußgänger und vor allem der Schüler gewährleistet, sagte Polizeichefin Stülzebach über das Ziel, das jetzt wohl alle anstreben.

Das sieht auch die Stadtverwaltung in Uslar so, wie der Bürgermeister-Vertreter aus der Verwaltung, Bernd Klodner, bestätigte: Die Diskussion wurde durch die Baustelle Wiesenstraße und die Folgen am Postberg wieder entflammt. Auch er sieht es so, dass eine Bedarfsampel für Fußgänger vollkommen ausreiche.

Es gab in den zurückliegenden Jahren immer wieder Versuche, die Ampel abzuschalten. Das ist bisher aber immer verpufft, sagt Bernd Klodner. Aktuell liegt ein Antrag des Ortsrates Uslar zu dem Thema vor. 

Der Antrag des Uslarer Ortsrates

Der Ortsrat der Kernstadt Uslar hat in seiner jüngsten Sitzung diesen Antrag zur Ampelanlage Bella clava/Bahnhofstraße/Albert-Schweitzer-Straße verabschiedet. Hier der Wortlaut: „1. Beobachtungen haben schon in der Vergangenheit immer wieder gezeigt: Der gesamte Verkehr fließt unproblematisch, wenn die Ampelanlage außer Betrieb ist. 2. Die Rotphasen sind nicht dem Verkehrsaufkommen angepasst, es kommt vor, dass alle Fahrzeuge gleichzeitig stehen. 3. Das Anfahren am Berg und die Standzeiten des Schwerverkehrs auf der B 241 verursachen erhöhten, belastenden Abgasausstoß. 4. Der Ortsrat spricht sich für die probeweise Abschaltung der Ampelanlage aus sowie zeitnah für eine endgültige, der besonderen Situation angemessene Lösung! 5. Die sichere Überquerung der Straße im Kreuzungsbereich sollte für Fußgänger durch eine geeignete Bedarfsampel gewährleistet werden. 6. Die derzeitige probeweise Abschaltung der Ampelanlage, beantragt durch die Polizeidienststelle Uslar, bestärkt uns bei unserer Stellungnahme.“ 

Rubriklistenbild: © Archivfoto: Schneider

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