SPD-Anfrage beim Landkreis

Ampel-Aus am Postberg in Uslar noch nicht in Sicht

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Staus am Postberg in Uslar: Das ärgert die Autofahrer. Grund ist ihrer Ansicht nach die Ampelanlage an der Kreuzung Bahnhofstraße, Bella Clava und Albert-Schweitzer-Straße.

Uslar. Für die umstrittene Ampelanlage auf dem Postberg in Uslar ist keine schnelle Lösung, sprich Abschaltung, in Sicht.

Das berichtet Uslars SPD-Vorsitzender Dr. Hermann Weinreis, der als SPD-Kreistagsabgeordneter eine Anfrage beim Landkreis Northeim gestellt und eigenen Angaben zufolge einen Zwischenbericht erhalten hat.

Der Landkreis ist laut Weinreis in der Sache zwar „offenbar um eine transparente, der Öffentlichkeit zugewandte Darstellung des Verfahrens bemüht“. Es sei allerdings keine schnelle Lösung der Stauprobleme am Postberg und darüber hinaus absehbar, berichtet Weinreis.

In dem Schreiben des Landkreises heißt es einleitend: „Die aktuell beantragte Anordnung der Abschaltung der Ampelanlage stellt eine weitreichende verkehrsrechtliche Entscheidung dar, die einer sorgfältigen Prüfung unter Abwägung aller Vor- und Nachteile bedarf.“

Landkreis prüft Zählung

Weinreis berichtet, dass der Landkreis von einem „unter den gegebenen Umständen nachvollziehbaren Wunsch nach dauerhafter Abschaltung der Ampel“ wisse. Das sei verstärkt vorgebracht worden während und nach der ampellosen Phase in den Sommerferien. Diese sei allerdings wegen der Baustelle an der Wiesenstraße erfolgt und unterliege anderen verkehrsrechtlichen Voraussetzungen als eine dauerhafte Neuregelung. Der Landkreis prüfe nun unter anderem durch eine Zählung der Verkehrsströme, ob ein zwingendes Erfordernis für eine neue verkehrsbehördliche Anordnung vorliege.

Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr prüfe auch, heißt es, inwiefern durch eine Veränderung der Ampelsteuerung schon eine Verbesserung der aktuellen Verkehrssituation erreicht werden könne.

Verkehrssicherheit

Der Landkreis räume ein, dass es unumstritten sei, dass der Verkehr auf der Hauptachse der B 241 bei abgeschalteter Ampel besser fließe. Allerdings dürfe dabei nicht außer Acht gelassen werden, dass die Abschaltung für den Verkehr aus der Bella Clava, der Albert-Schweitzer-Straße und den östlich der B 241 gelegenen Grundstückszufahrten eine nicht zu vernachlässigende Schlechterstellung darstelle, die bei künftigen Entscheidungen in gleichem Umfang Berücksichtigung finden müsse wie querende Fußgänger. Eine Verschlechterung der Verkehrssicherheit sei unbedingt zu vermeiden.

Abschließend bittet der Landkreis um Verständnis, „wenn die sorgfältige Prüfung und Abwägung des Antrages einer übereilten Entscheidung mit eventuellen negativen Auswirkungen für die Verkehrssicherheit vorgezogen wird“. Dazu schreibt Dr. Weinreis: „Dem Landkreis muss klar sein, dass die Ampel deutlich mehr Probleme schafft als löst und dass die Baumaßnahmen in Uslar dies unerträglich verschärft haben.“

Verweis auf Anträge

Anträge des Kernstadt-Ortsrates, der Stadt Uslar und aus verschiedenen Bereichen der Öffentlichkeit belegten, dass Verkehrsteilnehmern und Anliegern eine Belastung zugemutet werde, die nicht hinnehmbar sei. Dr. Hermann Weinreis: „Wir haben Verständnis für verkehrsrechtliche Vorgaben, bitten aber dringend, nicht erst das Ende der Baumaßnahme Wiesenstraße abzuwarten.“ 

Lesen Sie zum Thema einen Kommentar des Uslarer HNA-Redakteurs Frank Schneider.

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