Zustimmung vom Stadtrat

Antrag für Bollert-Orte für Dorferneuerung

+
Blick vom Kirchturm über Volpriehausen: Die Initiative Bollert-Dörfer würde gern Fördergeld für die Entwicklung der Orte erhalten. Voraussetzung ist die Aufnahme ins Dorferneuerungsprogramm. Dafür stellte der Stadtrat jetzt die Weichen. Archivfoto: Jürgen Dumnitz

Uslar. Bei einer Gegenstimme (Heinz Priesing/CDU) hat der Rat der Stadt Uslar die Verwaltung damit beauftragt, bis Ende Juli 2018 einen Antrag auf Aufnahme in das neu ausgeschriebene Dorferneuerungsprogramm für die Bollert-Orte (Delliehausen, Schlarpe, Gierswalde, Volpriehausen) als Dorfregion zu stellen.

Eingereicht werden muss der Antrag bei der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL) in Hannover. Stadt- und Dorferneuerung haben landesweit die Erhaltung, Erneuerung und Revitalisierung von Orten zum Ziel. Dabei geht es um die Entwicklung und Anpassung der Siedlungs- und Baustruktur an gesunde Lebens- und Arbeitsbedingungen der Bewohner und an die sich verändernden sozialen, kulturellen, wirtschaftlichen und ökologischen Erfordernisse, heißt es von der ARL.

Maßnahmen sollen dazu beitragen, die Wirtschafts- und Agrarstruktur sowie den Umweltschutz zu verbessern, sie sollen zudem das Orts- und Landschaftsbild verbessern und dem Denkmalschutz Rechnung tragen.

Hintergrund des Antrags sind Bemühungen der Initiative Bollert-Dörfer für die Region. Der Beschluss des Rates war nötig, weil der frühere Rat 2010 beschlossen hatte, dass das Dorferneuerungsprogramm für das Uslarer Land Ende 2011 auslaufen und nicht weitergeführt werden sollte. Dieser Beschluss hatte bisher Gültigkeit und wurde jetzt aufgehoben.

Zuletzt hatte sich im Wirtschafts- und Entwicklungsausschuss eine teils hitzige Debatte entwickelt, als Sprecher der Bollert-Initiative der Verwaltung vorwarfen, das Antrags-Vorhaben nicht genügend zu unterstützen.

Bei Zuschlag entstehen Kosten

Bürgermeister Torsten Bauer hat in der Beschlussvorlage für den Stadtrat vorgerechnet, dass eine Teilnahme am Förderprogramm die Stadt mit rund 50 000 Euro unter anderem für einen Plan und die fachkundige Projekt-Begleitung belasten würde. Diese Summe sei eine freiwillige Leistung, die bei einer Aufnahme der Bollert-Region ins Förderprogramm im Haushalt der Stadt eingeplant werden müsse. Dazu käme Geld für die vorgesehene Kofinanzierung von öffentlichen und privaten Maßnahmen in den Dörfern. Für die neuen Förderstrukturen sei der Bollert aus Sicht von Bauer gut vorbereitet, weil jetzt Dorfregionen finanziell unterstützt werden sollen. Seiner Einschätzung nach haben die Bollert-Orte eine gute Aussicht, ins Förderprogramm aufgenommen zu werden.

Nach dem Ratsbeschluss soll der mehrseitige Antrag eingereicht werden. Bei einer möglichen Zusage müsse man dann sehen, wie man damit umgehe und dann auch entscheiden, mit wie viel Geld aus dem Stadtsäckel das Programm unterstützt werden soll.

Aus den Reihen der Ratsmitglieder hieß es, dass die Bollert-Initiative bereits eine gute Vorarbeit zur Weiterentwicklung der Dörfer geleistet habe, da bewege sich was.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.