Lokale Gruppe

Audea in Uslar sucht neue Helfer für Betreuung von Menschen mit Beeinträchtigungen

Freuen sich über neue Helfer: Zum 40-köpfigen Team von Audea gehören unter anderem (von links) Gabriele und Hansgeorg Kleinschmidt, Reiner Kerl, Doris Umlauf, Emma und Frank Schulze, Brunhilde und Werner Kunze sowie Gitta und Helga Müller.
+
Freuen sich über neue Helfer: Zum 40-köpfigen Team von Audea gehören unter anderem (von links) Gabriele und Hansgeorg Kleinschmidt, Reiner Kerl, Doris Umlauf, Emma und Frank Schulze, Brunhilde und Werner Kunze sowie Gitta und Helga Müller.

Die Gruppe Audea in Uslar betreut Menschen mit Beeinträchtigungen.

Uslar – Sie helfen beim Einkaufen, begleiten zum Arzt oder sind einfach nur ein regelmäßiger Gesprächspartner in der Einsamkeit. Ausgewogene Unterstützung durch einfühlende Begleitung im Alltag ist das, was sich hinter der Abkürzung Audea verbirgt. Die Gruppe unter der Leitung von Gabriele Kleinschmidt begleitet Menschen mit körperlichen, geistigen oder seelischen Beeinträchtigungen und sucht weitere Helfer.

An diesem späten Dienstagnachmittag sitzen sie endlich wieder in ihrem Hauptquartier in den Räumen der Kreisvolkshochschule an der Kantstraße zusammen, um zu besprechen, was wichtig ist. Nicht immer ist der Job wirklich einfach, wenn etwa Klienten ihre Betreuer zu sehr beanspruchen oder sie mit einer Reinigungskraft verwechseln. Dann ist Abgrenzung und ein klares Wort wichtig, sagt Gabriele Kleinschmidt.

Aktuell sind es 40 Helfer, die mehr als 40 Menschen begleiten. Zur Gruppe gekommen sind viele über Familienangehörige, die zuerst dabei waren. Reiner Kerl etwa wurde von seiner Tochter motiviert mitzumachen, bei Heino Höche war es die Ehefrau, die ihn zu Audea brachte.

Viele freiwillige Helfer stehen noch im Berufsleben und machen die Begleitungen nebenbei. Dafür bekommen sie eine Aufwandsentschädigung von neun Euro pro Stunde. Sogar Schüler ab 14 Jahre können bei Audea mitmachen. „Wir führen keine medizinische oder körperliche Pflege durch“, stellt Gabriele Kleinschmidt klar.

Es gehe darum, den Menschen so viel Eigenständigkeit zu ermöglichen wie es geht und Angehörige zu entlasten. Auch die Begleitung zum Arzttermin, zum Hörakustiker oder ins Sanitätshaus gehören zu den Leistungen, die angeboten und von den Betreuern übernommen werden.

Wie oft ein Betreuer in der Woche tätig wird, das stimme man gemeinsam ab, berichtet Kleinschmidt. Die einen treffen sich sieben mal im Monat zu festen Terminen mit ihren Begleitungen, andere auf Anforderung, wenn zum Beispiel Angehörige kurzfristig Unterstützung brauchen, weil sie selbst zu einem Termin müssen.

Wer wen betreut, entscheidet Gabriele Kleinschmidt, die auch für die Beratung zuständig ist und die Begleitungsanfragen entgegennimmt. Auf jeden Fall, das ist ihr wichtig, sollen sich beide Parteien wohlfühlen. Das heißt nicht, dass immer alles glatt läuft in der Begleitung.

Es gebe angenehme Tätigkeiten, aber man habe es auch mit schwierigen oder kranken Menschen zu tun, heißt es aus der Gruppe. Das sei nicht immer einfach, aber häufig sehr erfüllend, zum Beispiel wenn die Dankbarkeit deutlich zu spüren sei und sich ein sehr gutes Verhältnis entwickelt. Mit der Ausbildung sei man aber gut vorbereitet und in den Gruppentreffen und der jährlichen Fortbildung fühlen sich alle gut vorbereitet für die Aufgaben und würden es immer wieder tun.

So kann man mitmachen und die Leistungen beanspruchen

Audea gehört zu den Angeboten zur Unterstützung im Alltag (AZUA) nach §45a SGB XI und ist eine Tochter des Ambulanten Hospizdienstes Leine-Solling. Das Angebot erstreckt sich über den ersten Begleitungsbedarf bis zur Trauerbegleitung, dazu gehören zum Beispiel Unterstützung im Haushalt, beim Einkaufen oder bei Arztbesuchen.

Nicht dazu gehören körperliche und medizinische Pflege. Bei einem ausgewiesenen Pflegegrad kann eine Kostenübernahme für die Betreuungs- und Entlastungsleistungen beantragt werden. Die Ausbildung für eine freiwillige Tätigkeit bei Audea umfasst auch den Umgang von Menschen mit Demenz und psychischen Problemen. Sie dauert 40 Stunden und findet, je nach Pandemie-Lage, Online oder vor Ort in der Kreisvolkshochschule (KVHS) Uslar (Gerhart-Hauptmann-Straße 10) statt. Ein neuer Kurs startet ab dem 2. September. Ansprechpartnerin ist Gabriele Kleinschmidt, Telefon 05571-7893. (zyp)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.