Vorstellung

Ausschuss hört gleich zwei Radweg-Konzepte fürs Uslarer Land

Die Weser-Leine-Route ist ein Radweg, der von Nörten-Hardenberg über den Bollert nach Uslar und Bodenfelde führen soll.
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Die Weser-Leine-Route ist ein Radweg, der von Nörten-Hardenberg über den Bollert nach Uslar und Bodenfelde führen soll.

Zwei Radwegekonzepte wurde im Uslarer Fachausschuss vorgestellt.

Uslar – Mit der „Weser-LeinE-Route“ und dem Projekt Klimaschutz durch Radverkehr „Klima+ Uslar Rad-Stark!“ (K+URS!) könnte das Uslarer Land zu einer echten Radregion werden und zugleich etwas für den Umweltschutz tun. Das wurde während der öffentlichen Sitzung des Wirtschafts-, Umwelt- und Entwicklungsausschusses am Mittwochabend im Rathaussaal deutlich.

Die Weser-LeinE-Route

Jan Ullrich von der Stadtentwicklung stellte den Planungsstand für Uslar zur Weser-LeinE-Route vor. Dieser Radweg soll den Weserradweg und den Leineradweg miteinander verbinden und wird maßgeblich vom Landkreis Northeim geplant.

Um im Rennen um die Fördermittel im Rahmen des Programms „Klimaschutz durch Radverkehr“ des Bundesumweltministeriums weiter dabei zu sein, habe der Landkreis im April die Projektskizze eingereicht, so Ullrich. Ziel sei es, sowohl den touristischen wie den alltäglichen Radverkehr mit verschiedenen Maßnahmen zu fördern und zu erleichtern.

Dazu gehöre, Verknüpfungspunkte wie Bahnhöfe auszubauen, den regionalen Verkehr mehr auf das Rad zu verlagern und den Fahrradanteil zu erhöhen sowie die Fahrradinfrastruktur auszubauen, um die Radfahrqualität zu steigern, was unter anderem mit drei Meter breiten Radwegen und Lade- und Servicestationen erfolgen soll.

Verlauf im Uslarer Land

Im Uslarer Bereich, schilderte Ullrich, kommt der Weg über Schlarpe, Volpriehausen, Gierswalde und Bollensen an und führt über Allershausen mit dem Verknüpfungspunkt Bahnhof über die Steimke und Vernawahlshausen weiter nach Bodenfelde. Dafür müssten zwei Lückenschlüsse geschaffen werden, die größere Baumaßnahmen erfordern. Das betreffe Bollensen, wo der Radweg die Bundesstraße queren und über die Straße An der Lieth weitergeführt werden soll, und die Anbindung der Steimke, wofür man verschiedene Streckenführungen überprüft habe.

Uslar Rad-Stark

So lang wie der Titel „Klimaschutz durch Radverkehr „Klima+ Uslar Rad-Stark!“ (KURS+) war die 16 Seiten dicke Beratungsvorlage, die Uslar Klimaschutzmanager Nils Ritter-Fiebekorn kurzfristig in die Sitzung eingebracht hatte und vorstellte. Das Konzept, wünscht sich Ritter-Fiebekorn, muss noch kurzfristig bis Ende Juli vom Rat abgesegnet werden, um es im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt einreichen zu können und eine 100-Prozent-Förderung der mit 4,4 Millionen Euro veranschlagten Kosten zu erreichen.

Ziel des Konzepts

Ziel des Konzeptes ist es, den individuellen Autoverkehr zu verringern und sowohl für den Alltags- wie Pendlerverkehr und Touristen attraktive Alternativen anzubieten. Dabei helfen sollen ausgebaute Radwege, 18 Mobilitätsstationen in den Ortschaften mit Radabstellanlagen, Ladestationen für E-Bikes und E-Autos sowie Waren-Verkaufsautomaten, Leihräder und Verknüpfungspunkte zum öffentlichen Nahverkehr.

Außerdem soll eine Uslarer Multi-Mobility-Card und entsprechende App für Mobiltelefone die Nutzung erleichtern. Insgesamt handele es sich um 83 Einzelmaßnahmen, die im Rahmen des Konzeptes umgesetzt werden sollen. Ritter-Fiebekorn zeigte sich zuversichtlich, dass das Konzept, falls es eingereicht wird, einen Förderzuschlag erhält.  

Weniger zuversichtlich zeigten sich die Mitglieder während der öffentlichen Sitzung des Uslarer Wirtschafts-, Umwelt- und Entwicklungsausschusses am Mittwochabend in der Rathaushalle, dass sich das Konzept „Klimaschutz durch Radverkehr – Klima+ Uslar Rad-Stark!“ (KURS+) in der kurzen Zeit bis Ende Juli und damit dem Stichtag der Einreichungsfrist vom Stadtrat verabschiedet werden kann.

Wilfried Fischer von der CDU-Fraktion kritisierte die kurzfristige Vorlage. Alle Ortsräte zusammenzurufen, um etwa die vorgeschlagenen Standorte der Mobilitätsstationen abzuklären, sei in so kurzer Zeit kaum möglich. Ganz abgesehen von den von Klimaschutzmanager Nils Ritter-Fiebekorn vorgeschlagenen Workshops zur Abstimmung des Konzepts.

Der Ausschuss beschloss einstimmig, die Beratungsvorlage mit dem Uslarer Radverkehr-Konzept zunächst in den Fraktionen zu beraten. Zuvor hatte Harry Erfurt von der SPD-Fraktion nach dem Nutzen der Weser-LeinE-Route für die einheimische Bevölkerung gefragt.

Es sei wichtig, dass diese im Mittelpunkt stehe und es nicht nur um die Touristen gehe.

Erfurt zielte damit auf die bislang unzureichenden Verbindungen des Radwegenetzes zwischen den Ortschaften ab. Den Einwand wies Uslars Bürgermeister Torsten Bauer (CDU) zurück. Die zu schaffenden Querverbindungen kämen auch der Uslarer Bevölkerung entgegen. Weil der Weser-Leine-Radweg bei einem positiven Bescheid komplett gefördert werde, werde der Uslarer Haushalt zudem nicht belastet, betonte Jan Ullrich von der Uslarer Stadtentwicklung.

Konzept wird erst in den Fraktionen beraten

Weniger zuversichtlich zeigten sich die Mitglieder während der öffentlichen Sitzung des Uslarer Wirtschafts-, Umwelt- und Entwicklungsausschusses am Mittwochabend in der Rathaushalle, dass sich das Konzept „Klimaschutz durch Radverkehr – Klima+ Uslar Rad-Stark!“ (KURS+) in der kurzen Zeit bis Ende Juli und damit dem Stichtag der Einreichungsfrist vom Stadtrat verabschiedet werden kann.

Wilfried Fischer von der CDU-Fraktion kritisierte die kurzfristige Vorlage. Alle Ortsräte zusammenzurufen, um etwa die vorgeschlagenen Standorte der Mobilitätsstationen abzuklären, sei in so kurzer Zeit kaum möglich. Ganz abgesehen von den von Klimaschutzmanager Nils Ritter-Fiebekorn vorgeschlagenen Workshops zur Abstimmung des Konzepts.

Der Ausschuss beschloss einstimmig, die Beratungsvorlage mit dem Uslarer Radverkehr-Konzept zunächst in den Fraktionen zu beraten. Zuvor hatte Harry Erfurt von der SPD-Fraktion nach dem Nutzen der Weser-LeinE-Route für die einheimische Bevölkerung gefragt.

Es sei wichtig, dass diese im Mittelpunkt stehe und es nicht nur um die Touristen gehe.

Erfurt zielte damit auf die bislang unzureichenden Verbindungen des Radwegenetzes zwischen den Ortschaften ab. Den Einwand wies Uslars Bürgermeister Torsten Bauer (CDU) zurück. Die zu schaffenden Querverbindungen kämen auch der Uslarer Bevölkerung entgegen. Weil der Weser-Leine-Radweg bei einem positiven Bescheid komplett gefördert werde, werde der Uslarer Haushalt zudem nicht belastet, betonte Jan Ullrich von der Uslarer Stadtentwicklung. Gudrun Porath

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