Aufbau

Sonderausstellung im Uslarer Museum: Selfie-Stationen Wolke 7 und Knast schon fertig

Motiv Blumenwiese: Sie kann man sich in der Sonderausstellung im Uslarer Museum individuell herrichten, hier positioniert sich Gabi Scharberth für ein Selbstporträt.
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Motiv Blumenwiese: Sie kann man sich in der Sonderausstellung im Uslarer Museum individuell herrichten, hier positioniert sich Gabi Scharberth für ein Selbstporträt.

Die Sonderausstellung mit Selbstporträt-Stationen im Museum in Uslar wird aufgebaut.

Uslar – Sich mit dem Handy zu fotografieren und die Bilder in soziale Netzwerke zu stellen, ist allseits beliebt und bekannt. Spezielle Orte dafür auszusuchen und bestimmte Motive zu empfehlen, ist gerade besonders angesagt. Man spricht von Selfie Points.

Die gibt es jetzt auch schon in Uslar. Darüber hinaus bereitet die Stadt eine Sonderausstellung zu dem Thema vor, die ab dem 1. Mai im Uslarer Museum gezeigt werden soll, wenn es die Coronaauflagen zulassen. Dabei handelt es sich in erster Linie um eine Marketingmaßnahme mit vielen lustigen Ideen und einem ernsthaften Hintergrund: Es geht um Werbung für die Stadt und speziell darum, jungen Leuten und Junggebliebenen in Uslar etwas Konkretes anzubieten.

Die erste Selfie-Station Uslars befindet sich bereits neben der Touristik-Information am Alten Rathaus. Dort kann man sich vor einem Banner mit Riesenflügeln und Heiligenschein fotografieren und ist aufgerufen, das Bild unter #uslarbefluegelt bei Instagram hochzuladen. Zudem ist die gelbe Bank, die zum Probesitzen an der Langen Straße aufgestellt ist, auch als Selfie-Station hergerichtet.

Unterdessen herrscht im Museum reges Treiben. Die Ausstellung „Selfie-Pop-up-Museum“ ist die erstmalige Kooperation von Stadtmarketing/Wirtschaftsförderung und Museum, berichten Museumsleiter Dr. Daniel Althaus, Wirtschaftsförderin Stefanie Möhlenhoff und Gabi Scharberth, die schon einige Wochen mit Vorbereitungsarbeiten beschäftigt sind. Sie sprechen von einer Herausforderung und sind guten Mutes.

Bereits fertiggestellt ist der erste Selbstporträt-Punkt im Museum: Es ist eine poppige Blumenwiese mit selbst gebastelten Riesenblumen, in die man sich mittenrein stellt und fotografiert – ein knallbunter Auftakt.

In Arbeit befindet sich ein mit einer Drohne aufgenommenes Bild über Uslars Altstadt, an dessen oberen Rand ein riesiger Luftballonstrauß abgebildet ist. Wenn man sich fürs Foto richtig positioniert, sieht es so aus, als schwebe man mit Luftballons über Uslar.

Der Einfallsreichtum der Uslarer Ausstellungsmacher ist groß und besitzt auch lokale Bezüge und Augenzwinkern: So wird eine Truhe mit Gold ausgestellt als Schatz aus dem Schloss Freudenthal als Anspielung darauf, das Uslar früher als Armenhaus im Königreich Hannover bezeichnet wurde, in dem man jetzt in Gold baden könne.

Im Flur soll es tierischer zugehen mit einem Selbstporträt-Punkt mit einem Tyrannosaurus-Rex-Motiv und daneben einer Szene aus dem Solling mit der Sagengestalte vom Wilden Jäger Hackelberg.

Zu den Stationen gehören außerdem eine mittelalterliche Richtstätte mit einem Pranger, an dem man sich fotografieren lassen kann, und ein Bad mit lauter weißen Bällen, das suggerieren soll, auf Wolke 7 zu schweben. Das Gegenteil kann man gleich nebenan als Fotomotiv erleben: Eine Gefängniszelle mit Bett und WC, die nicht nur das Motiv hinter Gittern bietet, sondern auch, sich an der Zellenwand mit einem Filzstift zu verewigen.

Draußen vorm Museum soll zur Ausstellung die gelbe Probesitzbank stehen – unter dem Motto „Wenn’s in Uslar Zitronen regnet, machen wir Limonade draus.“ Dazu bekommt man riesige gelbe Schuhe zum Anziehen. Außerdem sind für die Ausstellung Schminkecke- und -tisch sowie eine Umkleidekabine vorgesehen, um sich für viele gute Selfies herzurichten.

Als Abschluss-Station der kommenden Sonderausstellung ist eine Litfaßsäule vorgesehen, an der Polaroid-Bilder von den Besuchern aufgehängt werden – als Erinnerung an hoffentlich viele Gäste. Frank Schneider

Hinter Gittern: Museumsleiter Dr. Daniel Althaus gibt sich als traurigen Häftling in der Gefängniszelle, die für die Ausstellung Selfie-Pop-up-Museum aufgebaut ist.

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