Ausschuss prüft in Uslar 339 Wahlzettel und stellt endgültiges Ergebnis der Stadtrats- und Ortsratswahlen fest

Jede Menge Arbeit: Stimmauszählung bei der Kommunalwahl in Uslar am Sonntag im Wahlbezirk mit der Albert-Schweitzer-Schule als Wahllokal. Foto: Dumnitz

Uslar. Der Gemeindewahlausschuss der Stadt Uslar hat am Mittwoch nach dreieinhalbstündiger Sitzung das endgültige Wahlergebnis der Stadtratswahl und der Ortsratswahlen festgestellt. Es gab zwar zahlreiche Korrekturen. Doch zu Sitzveränderungen kommt es dadurch nicht.

Einziger Aufreger war, wie Bürgermeister Torsten Bauer als Gemeindewahlleiter mit seinem Stellvertreter Andreas Meisel und der zuständigen Abteilungsleiterin Meike Brandt-Ellermeier berichteten, dass ein Wähler sich wunderte, warum nicht nach seinem Personalausweis gefragt wurde. Ausschlaggebend – so die Antwort der Gemeindewahlleitung – sind die Vorlage der Wahlbenachrichtigung und dass der Name in der Wählerliste aufgeführt ist.

Die Korrekturen führten dazu, dass sich die Stimmenzahl ein wenig erhöhte. So kommt es auch, dass der hauchdünne Vorsprung der SPD zur CDU bei der Stadtratswahl von acht auf 15 Stimmen anstieg.

25 Prozent korrigiert

Die Korrekturen kamen zustande, weil der Gemeindewahlausschuss 169 Stimmzettel der Ortsratswahlen und 170 der Stadtratswahl, die von den Wahlvorständen für ungültig erklärt worden waren, nochmal angeschaut hat. Etwa 25 Prozent von ihnen wurden korrigiert. Der Grund ist, dass Stimmzettel mit mehr als drei Kreuzen doch noch für gültig erklärten werden können. In dem Fall werden die Kreuze bei den Bewerbern angerechnet, die für die Listen gestrichen.

Zur Ehrenrettung der Wahlvorstände sagte die Gemeindewahlleitung, dass diese speziellen Fälle in der Schulung vor der Wahl nicht angekündigt worden waren, sondern die Grundschulung schon umfangreich genug gewesen sei.

Einmal nicht einstimmig

Die einzige Entscheidung im Gemeindewahlausschuss, die am Mittwochabend nicht einstimmig aber doch mehrheitlich verabschiedet wurde, war, dass Rouven Berlin als CDU-Kandidat für den Ortsrat Uslar zwei Stimmen weniger erhält. Das hat aber kein Auswirkungen.

Bei den Ersatzpersonen, die als Nachrücker zur Verfügung stehen, musste wegen Stimmengleichheit zwei Mal gelost werden. Für den Stadtrat ist Kristina Bäthe auf der Lise der CDU als Ersatzpersonen gelost worden. Sie hatte wie Dirk Warmuth 287 Stimmen. Als Ersatzperson für den Ortsrat Eschershausen wurde Sebastian Fuhrmann ausgelost. Er hatte wie Günter-Georg Kaffka 59 Stimmen erhalten.

Bauer, Meisel und Brandt-Ellermeier würdigten den Einsatz aller an der Kommunalwahl Beteiligten, vor allem die Wahlvorstände und sprachen von einem reibungslosen Ablauf der Wahl. Insgesamt gesehen habe es sich um eine sehr umfangreiche Wahl gehandelt. So habe im kleinsten Uslarer Ortsteil Ahlbershausen mit 93 Wählern allein die Zählung der Kreistagswahl eine Stunde gedauert. Allein das Auffalten der Wahlzettel habe enorm viel Zeit in Anspruch genommen.

Die Uslarer Gemeindewahlleitung äußert auch Kritik: Die Vordrucke der Wahlniederschriften könnten besser verständlich sein. Insgesamt aber habe alles gut funktioniert. (fsd)

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