100-Jahr-Feier mit Familienfest

Awo in Uslar  vereint Jung und Alt

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Finn Julian Gattermann ist begeistert, dass er mit Zauberer Nowini zusammen zaubern konnte. Foto: Glenn Röber

Uslar – Die Ehrung von Christa Vogt und Hannelore Eckert mit der höchsten Auszeichnung der Arbeiterwohlfahrt (Awo) und ein kunterbuntes und vor allem gut besuchtes Familienfest im und am Alten Rathaus sorgten dafür, dass das Jubiläum 100 Jahre Arbeiterwohlfahrt in Uslar ein voller Erfolg wurde.

Die beiden großen Damen der Arbeiterwohlfahrt in Uslar, Christa Vogt und Hannelore Eckert, sind für ihr jahrzehntelanges soziales Engagement mit der Verdienstmedaille des Bundesverbandes der Awo ausgezeichnet worden. Die höchste Ehrung, die der Bundesverband in Erinnerung an die Awo-Gründerin Marie Juchacz (1879-1956) vergibt, überreichte der stellvertretende Vorsitzende des Präsidiums der Awo im Bezirksverband Hannover, Matthias Bludau, bei der Feier zum 100-jährigen Bestehen der Awo Uslar im Historischen Rathaus.

Die beiden Schwestern Christa Vogt und Hannelore Eckert sind Nachfahren der ersten Uslarer Awo-Vorsitzenden vor 100 Jahren, Helene Schönitz, der Mutter von August Schönitz, der insgesamt 26 Jahre lang als ehrenamtlicher Bürgermeister die Geschickte der Stadt Uslar mitbestimmte. Seit über 50 Jahren engagieren sich die beiden in dem Sozialverband, Christa Vogt seit 1997 als Vorsitzende.

Die zurzeit bekannteste Errungenschaft der Awo in Uslar ist die Kita an der Heinrich-Wiebe-Straße, in der 19 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 82 Kinder betreuen. Christa Vogt und Hannelore Eckert haben maßgeblich dazu beigetragen, dass die Awo den Zuschlag für die Kita bekam, sagte Matthias Bludau. Sie wurde 1997 eröffnet und kann im Jahr 2022 ihr 25-jähriges Bestehen feiern.

Traditionell, so Bludau, sei der Awo-Ortsverein sehr eng mit der Kita verbunden. So findet jedes Jahr mindestens ein Senioren-Frühstück in der Kita statt, und es wurde auch schon ein gemeinsamer Ausflug zum Bio-Gemüsehof organisiert, auf dem Kita-Leiter Björn Otto bis August 2016 gearbeitet hatte.

Zu Hannelore Eckerts Aufgabengebieten gehörte insbesondere die Kleiderkammer, die 1974 aus der seit 1946 bestehenden Nähstube entstand.

Vieles andere mehr wurde von den beiden Schwestern und ihren Mitstreiterinnen und Mitstreitern angestoßen und realisiert: Kinderfreizeiten, Hausaufgabenhilfe, Ausflugsfahrten, Gedächtnistraining, Seniorennachmittage und vieles mehr.

Christa Vogt wünschte sich mit Blick auf ihre Nachfolge im Amt einen Generationswechsel in der Führung der Uslarer Awo, „damit die Aufgaben weitergeführt werden“.

Uslars Bürgermeister Torsten Bauer lobte das Wirken der Awo: „Die Mitglieder der Arbeiterwohlfahrt springen ein, wenn Menschen allein nicht mehr weiterkommen, sie packen da an, wo Hilfe gebraucht wird, sie schaffen Gutes, indem Sie es tun. Sie lindern nicht nur viele Notlagen, sondern beweisen auch Solidarität und Bürgersinn.“ Awo-Kreisvorsitzender Rolf Hojnatzki: „Sie haben Großartiges geleistet.“

Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde von Wassili Geiger und Michael Jaeschke. zhp " ARTIKEL UNTEN

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