Ortsrat

Jannik Bähr neuer Ortsbürgermeister in Bollensen

Der neue Ortsrat Bollensen mit (von links) Arno Warnecke, Ronny Winkler, Ortsbeauftragte Silvia Lamprecht, Ortsbürgermeister Jannik Bähr und der stellvertretende Ortsbürgermeister Werner Peschke.
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Der neue Ortsrat Bollensen mit (von links) Arno Warnecke, Ronny Winkler, Ortsbeauftragte Silvia Lamprecht, Ortsbürgermeister Jannik Bähr und der stellvertretende Ortsbürgermeister Werner Peschke.

Einstimmig entschieden sich die vier Männer und eine Frau im neuen Bollenser Ortsrat vor der Kulisse von 17 Zuschauern in der Dorfgemeinschaftsanlage für Jannik Bähr als Ortsbürgermeister.

Arno Warnecke vertritt den Ort im Unterhaltungsverband Schwülme. Ebenfalls zum neuen Ortsrat gehört Ronny Winkler. Beratende Mitglieder sind die Stadtratsmitglieder Florian Diedler und Yvonne Pischel.

Für den Ortsrat übernahm Werner Peschke die Verabschiedung der nicht mehr angetretenen ehemaligen Mitglieder Stefan Riehm, Susanne Schwedler und Nico Breckerbohm. In den vergangenen zehn Jahren hätten sie eine besondere Hingabe für das Dorf gezeigt. Diese Nachfolge zu erfüllen, werde schwer für den neuen Ortsrat.

Stefan Riehm, den ehemaligen Ortsbürgermeister, bezeichnete Peschke als Kummerkasten des Dorfes. Riehm hätten die Leute angerufen und er hätte es erledigt, so Peschke. Er überreichte Geschenkkörbe, Uslars Bürgermeister Torsten Bauer zusätzlich Buchgeschenke.

Einen Hinweis darauf, wo insbesondere Stefan Riehm fehlen könnte, lieferte Karl Voges zu Beginn der zweiten Einwohnerfragestunde des Abends. Der ehemalige Ortsbürgermeister habe vieles im Dorf sauber gehalten. Wer übernehme das jetzt, fragte Voges. Jannik Bähr stellte klar, dass der neue Ortsrat das nicht gleichermaßen so leisten könne. Vielmehr komme es jetzt darauf an, das im Dorf gemeinsam zu tun. Die Anregung von Heike Voges, die Vereine zu einer Ortsbegehung einzuladen, nahm Bähr gerne auf.

Mit dem Dauerthema Verkehrssicherheit musste sich der Ortsrat ebenfalls gleich in der ersten Sitzung befassen. Zwar hat Bollensen jetzt eine kurze Tempo-30-Zone, eingehalten werde die Geschwindigkeit jedoch selten. Laut Messtafel fahren 93 Prozent der Autofahrer zu schnell. Die gemessene Höchstgeschwindigkeit liege bei Tempo 104. Der Landkreis sei informiert. Der Wunsch, die Zone auf die gesamte Ortsdurchfahrt auszudehnen, sei jedoch abgelehnt worden.

Die zusätzlich geplanten baulichen Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit fehlen noch. Dies werde auch noch dauern, gab Bürgermeister Bauer Auskunft. Er bereitete die Anwohner zudem darauf vor, dass der Schwerlastverkehr zunehmen werde, auch wenn die neue Bundesstraße fertig sei. Da die Straße aufgrund von Verzögerungen und einem Wechsel des Bauleiters jetzt erst 2025 statt 2023 fertig werden soll, bleibe die Belastung durch schwere Baufahrzeuge zudem länger erhalten, informierte Stefan Riehm von einer Sitzung, die noch in seiner Amtszeit stattgefunden hatte.

Eine weitere Folge der Bauarbeiten: Der Kirchweg in Bollensen, als Baustraße ausgewiesen, werde voraussichtlich weiter beschädigt werden. Riehm wies darauf hin, dass die Straßenbaubehörde jeden Quadratmeter des Kirchwegs abgefilmt habe, um Schäden zu dokumentieren. Dieser Film sei trotz mehrfacher Anforderung bislang nicht beim Ortsrat oder der Stadt angekommen. Der Ortsrat habe den Zustand des Kirchwegs daher auch selbst dokumentiert. (zyp)

Verabschiedung aus dem Ortsrat Bollensen: Stefan Riehm (von links), Susanne Schwedler, Nico Brekerbohm und Uslars Bürgermeister Bauer.

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