Barrierefrei zum Zug in Bodenfelde: Bürgermeister stellt Lösung in Aussicht

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Nur durch einen Tunnelgang und über zwei Treppen zu erreichen: Gleis 2 auf dem Bodenfelder Bahnhof.

Bodenfelde. Das Thema barrierefreier Bahnhof beschäftigt auch den neuen Bodenfelder Bürgermeister Mirko von Pietrowski. Ihm schwebt eine Lösung vor, wie das Gleis zwei doch noch barrierefrei zu erreichen ist. Das sagte er jüngst im Gespräch mit der HNA.

Der Bahnhof und die Zuganbindung sei für den Flecken Bodenfelde äußerst wichtig. Von Pietrowski ist sich sogar sicher, dass der Haltepunkt in Zukunft noch mehr an Bedeutung gewinnen wird, vor allem in Richtung Göttingen und Northeim. Er werde sich mit der Bahn um eine Lösung bemühen.

Unterstützen will der Bürgermeister auch Bemühungen um die Nutzung des stillgelegten und verbretterten Bahnhofsgebäudes. Die Gemeinde könne das Gebäude zwar nicht kaufen, weil es kein Konzept und keine Idee für eine kostendeckende Nutzung gebe. „Ich werde das Gebäude aber nicht aus den Augen verlieren“, so von Pietrowski.

Die unabhängige Energieversorgung durch Projekte innerhalb des Fleckens hält der neue Bürgermeister nach wie vor für möglich. Er bedauert, dass es nicht zu einer Machbarkeitsstudie für ein Kraftwerk gekommen ist. Der Rat hatte die Kostenübernahme verweigert. Man müsse aber dran bleiben am Thema Energieerzeugung vor Ort durch regenerative Energiequellen. In eine Selbstversorgung zu investieren könne, sinnvoll sein. Man braucht dazu jedoch verlässliche Zahlen und Pläne. Ein Kraftwerk mit Bürgern sei schon pfiffig.

An einer Fusion mit Nachbargemeinden besteht nach Ansicht des neuen Chefs in Bodenfelde derzeit kein Interesse. Sowas mache nur Sinn, wenn beide Partner etwas davon hätten. Eine Zusammenarbeit in bestimmten Bereichen sei aber gut. Das spare letztlich auch Kosten, wenn es beispielsweise um Geräte oder auch Personal geht. Durch die von der Gemeinde angestellte Schwimmmeisterin sei der Flecken jetzt in der Lage, Arbeitskraft für Nachbar-Orte mit Hallen- oder Freibad über einen Pool einzubringen. Davon profitiere letztlich auch wieder der Flecken.

„Wenn unsere Finanzen in Ordnung sind, bleiben wir allein und selbstverwaltet gut handlungsfähig“, heißt es vom Bürgermeister, der bisher Kämmerer des Fleckens war. Die Haushaltskonsolidierung in den vergangenen Jahren sei deshalb auch wichtig und richtig gewesen. Man müsse bei allen Vorhaben weiter mit Augenmaß vorgehen.

Auf die ausgeschriebene Stelle für den Kämmerer habe es ein Dutzend Bewerbungen gegeben. Über die Besetzung der Stelle im Rathaus werde noch dieses Jahr entschieden, damit der seit seinem Amtsantritt im November vakante Posten spätestens ab Februar 2015 wieder besetzt werde. Der neue Kämmerer soll auch allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters werden. (jde)

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