Ausbau zur Attraktivitätssteigerung

Bauarbeiten in Bodenfelde für breiteren Radweg am Weser-Ufer

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Keine Durchfahrt möglich: Fußgänger und Radfahrer gelangen von der Schlagd aus über die Bleekstraße und die alte Verbindungsstraße am Kahlberg entlang nach Wahmbeck.

Bodenfelde. Für Radfahrer und Fußgänger ist der Weser-Weg zwischen Wahmbeck und Bodenfelde derzeit gesperrt. Grund sind die Bauarbeiten zur Verbreiterung des Weges.

Dadurch soll der beliebte Rad- und Wanderweg im Weserbergland noch attraktiver werden. Auf zwei Kilometer Länge zwischen dem Holzkohlewerk und der Grillhütte bei Wahmbeck haben Mitarbeiter des beauftragten Bauunternehmens aus Negenborn bereits den Mutterboden abgetragen, damit dort später die Fundamente eingebracht werden können. Der Weg soll aber nicht nur gepflastert werden, wie es zunächst geplant war.

An einigen Stellen müsse der Weg asphaltiert werden, teilt Bodenfeldes Bürgermeister Mirko von Pietrowski in einer Pressemitteilung mit. Der Grund dafür seien Altlasten (unter anderem Schwermetalle) im Untergrund. Verursacht wurden die Ablagerungen im Uferbereich wohl durch Überschwemmungen des Flusses. Jahrhundertelang sei er von Oberliegern als Kloake missbraucht worden, so von Pietrowski.

Land und Bund zahlen 95 Prozent der Kosten 

Die Verbreiterung des Weges kostet rund 509.000 Euro. 95 Prozent der Kosten bezahlen das Land Niedersachsen und der Bund über die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.

Rund 30.000 Euro müssen vom Flecken Bodenfelde bezahlt werden. Der Ausbau gilt als Beitrag zur „Attraktivitätssteigerung“ des Rad- und Fußweges.

Bei einer geo- und umwelttechnischen sowie abfallwirtschaftlichen Baugrunduntersuchung wurden die Altlasten festgestellt. Die sollen nur so viel wie nötig angekratzt werden. Besonders betroffene Bereiche sollen zudem abschließend asphaltiert werden.

Bauarbeiten bis mindestens Mitte November 

Etwa der mittlere Abschnitt zwischen der Reiherbachbrücke und der Pumpstation sowie der Bereich direkt unterhalb des Kahlbergs bis zur Grillhütte Wahmbeck. Die Mehrkosten von etwa 33.000 Euro seien laut Bürgermeister unvermeidbar aber innerhalb des Ausgabenplans. Die Bauarbeiten sollen noch vor Weihnachten abgeschlossen werden. Von Pietrowski rechnet sogar damit, dass alles bis Mitte November fertig ist.

Bis dahin müssen Radfahrer und Fußgänger eine ausgeschilderte Umleitung für den Abschnitt nutzen, von der Schlagd über die Bleekstraße auf die alte Kreisstraße am Kahlberg nach Wahmbeck und umgekehrt.

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