CDU-URWAHL

Bauer soll als Uslarer Bürgermeister weitermachen

Nach der Urwahl: Versammlungsleiter Georg-Wilhelm Elias (von links), CDU-Stadtverbandsvorsitzender Gerd Kimpel, Bürgermeister Torsten Bauer und CDU-Fraktionsvorsitzender Wilfried Fischer. Foto: CDU-Stadtverband Uslar/NH

Uslar/Schoningen – Die Entscheidung hätte nicht eindeutiger ausfallen können, berichtet die CDU von der Urwahl von Uslars Bürgermeister Torsten Bauer: Einstimmig stimmten die Christdemokraten in Schoningen in der SC-Gaststätte, dass Bauer wieder bei der Bürgermeisterwahl in Uslar antritt.

Bauer hatte zuvor in einer halbstündigen Grundsatzrede die Parteimitglieder überzeugt, dass der eingeschlagene Weg für Uslar der richtige ist, heißt es. Rückblickend nannte Bauer vor allem die Entschuldung der Stadt von 21,7 Millionen Euro zu Beginn seiner Amtszeit im Jahr 2012 auf nunmehr 4,2 Millionen Euro. „Nur damit bekommen wir Handlungsspielräume und können auch weiter an den richtigen und wichtigen Stellen investieren”, sagte der Bürgermeister.

Bauer betonte, dass es dabei stets darauf ankäme, dass Rat und Verwaltung im Interesse der Bürger agierten und lobte den parteiübergreifenden Konsens, der bei den von ihm verantworteten letzten acht Haushalten erzielt worden sei und verwies auf die großen Mehrheiten für die Etats. Dies habe auch Spielräume für die Stadtentwicklung eröffnet. So nannte Bauer die Investition in neue Krippen in Schoningen und Schönhagen und die neue Kindertagesstätte in Uslar. Als wesentlichen Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf habe die Stadt unter der Führung Bauers investiert und setze diesen Weg auch weiter konsequent fort.

Neben Wirtschaft, Tourismus, Kultur und Bildung zog Bauer auch eine positive Bilanz bei der Entwicklung im Ehrenamt. Speziell bei den Feuerwehren könne man stolz sein. Bauer verwies auf zielorientierte und bedarfsgerechte Gespräche, um das Fundament der Ortsfeuerwehren zu sichern, aber auch Zusammenschlüsse dort zu fördern, wo sie sinnvoll und von der Wehr selbst erwünscht sind.” Bauer: „Auf die Ortskenntnis und die Verlässlichkeit unserer Feuerwehren können wir nicht verzichten.”

Generell sei das Ehrenamt eine wesentliche Säule für die Attraktivität der Stadt, weshalb die Bürgerplakette und der Neujahrsempfang unverzichtbar geworden seien.

Als Herausforderungen der kommenden Amtszeit nannte Bauer die Digitalisierung, den Klimaschutz, die Demografie, die Verbesserung der Infrastruktur in den Dörfern und die Stadtsanierung sowie die Umsetzung des Masterplans Innenstadt. Zur Digitalisierung gehöre der Ausbau des Breitbandnetzes und des Mobilfunknetzes. Ferner möchte Bauer die Stadt als Smart City weiterentwickeln.

So könne er sich auch kurzfristig einen deutlichen Ausbau der Online-Angebote des leistungsstarken Verwaltungsteams und auch eine App zur vereinfachten Nutzung der städtischen Angebote, aber auch als Plattform des Ideenaustauschs mit den Bürgern vorstellen.

So könne man dem Fachkräftemangel durch einen intelligenten Einsatz von Digitalisierung und weiterer Aufgabenoptimierung in der Verwaltung begegnen. Eine große Aufgabe sind laut Torsten Bauer der Klimaschutz und die Energiewende. Dies sei nur mit den Bürgern zu schaffen. Der Bürgermeister kündigte eine Intensivierung der Zusammenarbeit mit den Bürgern und Werkstattgespräche in Ortschaften und mit Interessengruppen an. Damit will er schon in seinem Wahlkampf beginnen.

Er wolle Bürgermeister für die Bürger sein und sie in Entscheidungsprozesse mit einbeziehen. Er werde seinen Wahlkampf als Mitmach-Tour und Ideenwerkstatt anbieten. Bauer: „Wir dürfen nicht warten, bis ein Bürger zu uns kommt, wir müssen vorher unterwegs sein und auf die Bürger zugehen.”  fsd

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