„Expedition ins Tierreich“ über Natur des Sollings

Baum-Ernte für den Film

Sägearbeiten für Filmaufnahmen: Für die NDR-Naturdokumentation „Expedition ins Tierreich“ ist Günter Goldmann (links an der Kamera) am Freitag beim Baumfällen im Revier Brüggefeld dabei gewesen. Die 190 Jahre alte Buche fällte der Forstwirt Karl-Heinz Siebrecht unter der Beobachtung durch die Kamera in wenigen Minuten fachgerecht. Fotos: Dumnitz

Brüggefeld. Die Natur des Sollings lockte erneut ein Filmteam in die Region: Der Naturfilmer Günter Goldmann war für den NDR beim Baumfällen dabei.

Der freiberufliche Tierfilmer, Autor und Regisseur Günter Goldmann (Neustadt am Rübenberge) ist seit Juni 2013 bereits mehrmals mit der Kamera an verschiedenen Orten im Solling unterwegs gewesen.

Der 65-jährige Goldmann dreht für einen 45-minütigen Beitrag des Norddeutschen Rundfunks, der unter dem Titel „Expedition ins Tierreich“ wohl im Frühherbst im Fernsehen zu sehen sein wird. 120 Drehtage sind für seinen Beitrag vorgesehen, vermutlich werden es mehr, sagte er bei den Dreharbeiten im Revier Brüggefeld von Förster Waldemar Reuter. Für die Filmaufnahmen, die sich um die Natur im Laufe der Jahreszeit drehen, ging es diesmal um das Fällen einer 190 Jahre alten Buche. Später soll das Fällen des Baumes und die Verarbeitung des wertvollen Buchenholzes im Film dargestellt werden.

Günter Goldmann

Goldmann dreht seit 30 Jahren Naturfilme. Ihn interessieren die Tiere und ihre Lebensräume, das Leben und Sterben der Pflanzen im Wald. Unzählige Male war er bereits in der Region unterwegs, filmte Fichten, Buchen, Eichen, das Hochmoor, den Hutewald bei Nienover und auch die Köhlerei in Delliehausen. Ein paar Mal fuhr er in einem Heißluftballon über die Höhenzüge des Sollings, immer zu verschiedenen Jahreszeiten, um die Vegetation in ihrer Entwicklung dokumentieren zu können. „Die Natur steht zwar nicht das erste Mal im Fokus einer Kamera, aber unterstützt durch moderne Technik gelingen mir doch immer wieder andere Blickwinkel“, sagt Goldmann zu seiner Arbeit. So sei auch schon eine Drohne zum Überflug von bestimmten Geländeteilen im Einsatz gewesen, weil vieles von Oben ganz anders aussieht.

Waldemar Reuter

Revierförster Waldemar Reuter freute sich über den Besuch des Naturfilmers. Er weiß genau, wo er mit Günter Goldmann hingehen muss, um etwa den Sperlingskauz oder den im Solling beheimateten seltenen Hirschkäfer vor die Linse zu bekommen.

Willkommene Abwechslung

Und für die Forstwirte des Forstamtes Neuhaus der Niedersächsischen Landesforsten waren die Dreharbeiten kurz vor Feierabend auch eine willkommene Abwechslung, sagte Karl-Heinz Siebrecht (Schönhagen), der die Buche für den Film umsägte.

Goldmann hat zunächst als Vermessungstechniker gearbeitet. Die Filmerei sei dann aber nach und nach zur Berufung geworden, die ihn immer wieder aufs Neue fasziniert. Auch in Skandinavien und Alaska drehte er schon.

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