Ausbau Wilhelm-Raabe-Straße

Baustelle vor dem Uslarer Feuerwehrhaus

Uslar. Der Neuausbau der Wilhelm-Raabe-Straße in Uslar mit einem Teilabschnitt der Vahler Twetje entlang des Feuerwehrhauses beginnt am Montag, 8. Juni. Die Baumaßnahme erfolgt abschnittsweise unter Vollsperrung der Fahrbahn. Kostenpunkt für das Projekt: 590 000 Euro.

Mit der Straßenerneuerung setzt die Stadt Uslar ihren Plan fort, jedes Jahr eine sanierungsbedürftige Straße in Angriff zu nehmen und die Infrastruktur zu festigen.

Feuerwehr fährt anders

Für die Erneuerung der Wilhelm-Raabe-Straße in Uslar, die vom Wolfhagen hoch zum Feuerwehrhaus führt, sind mehrere Bauabschnitte geplant, die vor allem gewährleisten, dass die Feuerwehr ihre Einsatzbereitschaft beibehält. Während einiger Bauphasen, stellte Volker Mäder, Leiter des Baumanagements der Stadt, die besonderen Pläne vor, müssen drei Einsatzwagen aus der Fahrzeughalle auf den Parkplatz hinter dem Feuerwehrhaus ausgelagert werden. Dort wird ein Zelt für die Fahrzeuge aufgestellt.

Weg durchs Kleine Feld

Im Einsatzfall rücken die Feuerwehrfahrzeuge über Vahler Twetje, Arndtstraße und Jahnstraße aus. Um Behinderungen der Einsatzfahrzeuge auszuschließen, werden an den genannten Straßen im Wohngebiet Kleines Feld Halteverbotsschilder aufgestellte. Volker Mäder: „Die Stadt bittet um Verständnis für die Einschränkungen und zählt auf die Rücksicht insbesondere gegenüber den Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr“.

Platz für Einsatzkräfte

Weil der Parkplatz hinter dem Feuerwehrhaus für die Einsatzkräfte nicht zur Verfügung steht, wird ihnen Parkraum auf dem Parkplatz gegenüber dem Feuerwehrhaus und auf einem Seitenstreifen an der Vahler Twetje bereitgestellt. Dieser Parkraum ist für die Zeit der Baumaßnahme für die Öffentlichkeit gesperrt.

Gemeinschaftsprojekt

Der Neuausbau der Wilhelm-Raabe-Straße ist ein gemeinschaftliches Bauvorhaben: Für den Straßenneuausbau ist die Stadt zuständig, für die Kanalarbeiten der Abwasserbetrieb der Stadt und für die Erneuerung der Versorgungsleitungen die Stadtwerke Uslar GmbH. Den Auftrag erhielt die Firma Nolte (Beverungen), die das günstigste Angebot bei der öffentlichen Ausschreibung vorlegte.

Die Bauabschnitte

Der erste Bauabschnitt mit Vollsperrung geht von der Einmündung der Wilhelm-Raabe-Straße in die B 241 bis vor das Feuerwehrhaus. Dabei werden Kanäle und Versorgungsleitungen erneuert. In den nächsten beiden Abschnitten wird der Bereich vor dem Feuerwehrhaus erneuert, sowohl Versorgungsleitungen als auch die Pflasterfläche und der Straßenbau, damit die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr gesichert ist. Danach folgt der Abschnitt an der Vahler Twetje mit Kanal- und Versorgungsleitungserneuerung sowie Straßenbau, bevor zum Abschluss die Asphaltdecke über die Gesamtbaustelle aufgebracht wird.

Die Besonderheiten

Zur Straßenerneuerung gehört auch eine Optimierung der Einmündung der Wilhelm-Raabe-Straße in den Wolfhagen/B 241. Die Mauer auf der Seite in Richtung Volksbank sollte nach Auffassung der Uslarer Lokalpolitik gleich mitgemacht werden. Die Vorschläge der Stadt gegenüber dem Eigentümer ließen sich aber nicht durchsetzen, berichteten Volker Mäder und Bürgermeister Torsten Bauer. Die Mauer auf der anderen Seite der Einmündung wird dagegen als Gabionenwand neu aufgebaut. Sie steht allerdings auch auf städtischem Grund.

Gehweg und Parkraum

Der Gehweg an der Wilhelm-Raabe-Straße wird beim Neuausbau auf 2,50 Mete verbreitert. Die Zahl der Parkplätze entlang der Straße werden anders angeordnet, die Zahl bleibt aber gleich.

Der Zeitplan

Die Baumaßnahme Wilhelm-Raabe-Straße ist vom Zeitplan her bis Frühjahr 2021 vorgesehen. Wenn alles mitspielt, vor allem das Wetter, ist eine vorzeitige Fertigstellung noch dieses Jahr möglich. Für die Anlieger findet nächste Woche noch ein weiteres Gespräch mit den Bauherrn von der Stadt statt.

Bitte an die Bürger

Bürgermeister Bauer wirbt im Zusammenhang mit der Baumaßnahme vor allem um Verständnis dafür, dass die Feuerwehr eine Zeit lang durchs Kleine Feld aus- und einrücken muss und dass dort die Durchfahrt durch das Wohngebiet tagsüber und vor allem nachts gewährleistet ist.

Die Stadt habe zwar auch nach Ausweichstandorten für die Feuerwehr während der Baumaßnahme gesucht, aber nichts gefunden, das ohne großen Aufwand in Frage gekommen wäre, sagt der Bürgermeister. Insgesamt ist man froh, dass die baulichen Anpassungen der Fläche vorm Feuerwehrhaus mitgemacht werden. Zuletzt würden Teile von Feuerwehr-Fahrzeuge schon aufsetzen. Das ist dann vorbei. fsd

Rubriklistenbild: © Frank Schneider

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