Ausbildung und Arbeit

Berufsförderzentrum Uslar dankt Firmen für zehn Jahre Starthilfe

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Existenzgründerin: Elena Klett betreibt in der ehemaligen Molkerei in Schoningen eine Lackiererei für Autos. Beim Firmentreffen im Grashaus wurde sie von Jörg Grabowsky interviewt.

Das Firmentreffen des Berufsförderzentrums des Albert-Schweitzer-Familienwerks Uslar gibt es zehn Jahre: Es ist ein Dankeschön des Berufsförderzentrums dafür, dass heimische Firmen und Unternehmen helfen, arbeitssuchenden Menschen eine Chance auf Ausbildung und Arbeit zu geben.

Bei der Zusammenkunft im sogenannten Grashaus des Jugendcamps des Familienwerks an der Schwarzen Erde standen anlässlich des zehnten Firmentreffen Interviews und Vorstellungen von Menschen, die sich etwas trauen, im Mittelpunkt. Zudem gibt es zwei Neuigkeiten: Heinz Rickert, der seit 35 Jahren das Berufsförderzentrum leitet, geht im nächsten Jahr in den Ruhestand. Ferner stellte Rickert die Idee vor, dass sich die Firmen, die mit dem Förderzentrum kooperieren, jetzt regelmäßig treffen, um die Arbeit effizienter zu gestalten.

Natascha Surace für Rickert

Harald Kremser, Kinderdorfleiter beim Familienwerk und zuständig fürs Berufsförderzentrum, verkündete, dass Heinz Rickert nächstes Jahr Rentner wird, allerdings im Berufsförderzentrum als Berater für die Firmen bleibe. Und: Rickerts Nachfolge ist geklärt: Kremser stellte Natascha Surace vor, die zum 1. März die Leitung des Berufsförderzentrums übernehme. Sie ist bisher als Sozialpädagogin in der Einrichtung tätig.

Was die Treffen der Kooperationsfirmen angeht, sagte Rickert, dass die Diskussion mit einigen Firmenvertretern bereits begonnen wurde und jetzt weitere Unterstützer gesucht werden.

Lackiererei in Ex-Molkerei

Zu den „Menschen, die sich etwas trauen“ und von Jörg Grabowsky, Marketingleiter beim Familienwerk, beim Firmentreffen vorgestellt und interviewt wurden, gehörte als erste Elena Klett, die in der alten Molkerei in Schoningen seit einem Jahr eine Lackiererei betreibt und sich auf Oldtimer spezialisiert hat. Die 25-jährige Existenzgründerin berichtete, dass das Geschäft wachse und bekannter werde.

Auf dem Podium saß außerdem Stefan Schäfer als Geschäftsführer des Job-Centers im Landkreis Northeim, der die Meinung vertrat, dass junge Menschen deutlich besser als ihr Ruf seien. Dennoch sei es für einige schwer, sich wegen der Vielfalt zu orientieren. Er rief Betroffene dazu auf, das Job-Center als Partner zu sehen und hatte jede Menge Informationen in Papierform zum Thema Qualifizierungschancengesetz mitgebracht.

Herwig als Projektmanager

Sven Herwig, früher Geschäftsmann in Uslars Innenstadt und jetzt Projektmanager in der Sycor-Gruppe (Digitaldienstleister), warb für mehr Qualifizierung angesichts der Tatsache, dass Beschäftigungsfelder durch Digitalisierung wegfielen, an anderen Stellen aber neu entstünden.

Vorgestellt wurden zudem Frank Bartel und seine Firma Rohbot Ltd., die IT-Service hauptsächlich für Krankenhäuser und Apotheken anbietet und einen Shop in der Uslarer Innenstadt betreibt, sowie Andreas Vogelsang, der in Adelebsen das Fitnessstudio Maxx-Well betreibt und in der leer stehenden Schule in Adelebsen einen Event-Tempel mit Kletterhalle, Eisbahn, E-Kartbahn, Gastronomie und Übernachtungsmöglichkeiten plant. (fsd)

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